Eulerpool News

USA und Großbritannien greifen im Jemen militärische Ziele an

12. Januar 2024, 16:51 Uhr · Quelle: Eulerpool News

Mit gezielten Luft- und Seeschlägen haben die USA und Großbritannien auf die wiederholten Attacken der Huthi-Rebellen im Roten Meer reagiert. Die Militärschläge, die in der Nacht zum Freitag stattfanden, wurden von scharfer Kritik seitens Russland und des Irans begleitet und haben Befürchtungen hervorgerufen, dass sich die Spannungen in der Region zu einem größeren Konflikt im Nahen Osten entwickeln könnten.

Der Militärschlag erfolgte als Reaktion auf die als 'illegal, gefährlich und destabilisierend' eingestuften Angriffe der Huthi auf Schiffe im Roten Meer. Die Allianz, zu der neben den USA und Großbritannien auch die Niederlande, Kanada, Bahrain und Australien gehören, erklärte, dass der Angriff auf dem Recht zur Selbstverteidigung basiere. Die Bundesregierung unterstützt diese Position, wie Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in Malaysia betonte.

Die Huthi-Rebellen reagierten mit Drohungen auf die Militärschläge. Sie kündigten an, ihre Angriffe auf Handelsschiffe mit angeblichen Verbindungen zu Israel fortzusetzen. Russland verurteilte die Aktionen der USA und ihrer Verbündeten und beantragte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Auch der Iran äußerte Kritik und warnte vor einer zunehmenden Unsicherheit und Instabilität in der Region.

US-Präsident Joe Biden bezeichnete die Schläge in einer schriftlichen Stellungnahme als 'erfolgreich' und erklärte, dass er weitere Maßnahmen anordnen werde, wenn dies erforderlich sei. Der britische Premierminister Rishi Sunak betonte, dass die Huthi-Angriffe auf britische und amerikanische Kriegsschiffe nicht toleriert werden könnten.

Mehr als 60 Ziele der Huthi-Rebellen im Jemen wurden angegriffen, darunter Kommando- und Kontrollpunkte, Munitionsdepots, Raketenstartanlagen, Produktionsanlagen und Luftabwehrradarsysteme. Die Angriffe erfolgten aus der Luft, von Schiffen und von U-Booten. Dabei kamen Marschflugkörper vom Typ Tomahawk zum Einsatz. Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, dass vier Eurofighter Angriffe auf zwei Ziele im Nordwesten des Jemens durchgeführt haben.

Ein Regierungsvertreter in Washington betonte, dass das Ziel des Militärschlags darin bestand, die Huthi zu schwächen und nicht die Situation zu eskalieren. Der britische Verteidigungsstaatssekretär James Heappey erklärte, dass es sich um eine begrenzte, notwendige und angemessene Reaktion gehandelt habe. Es müsse jedoch darauf geachtet werden, dass es nicht zu einer Eskalation in der Region komme.

Die Huthi-Rebellen drohten mit Vergeltung für die Angriffe. Bei den Militärschlägen wurden nach Angaben der Rebellen fünf Mitglieder getötet und sechs weitere verletzt. Die Angriffe richteten sich gegen die Hauptstadt Sanaa sowie die Provinzen Hudaida, Tais, Hajjah und Saada. Die Huthi-Rebellen kündigten zudem an, ihre Angriffe auf angeblich israelische Schiffe im Roten Meer fortzusetzen.

Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe haben bereits Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Autohersteller Tesla musste aufgrund fehlender Bauteile die Produktion in Grünheide bei Berlin für rund zwei Wochen stoppen. Die Ölpreise sind weiter gestiegen.

Die Route durch das Rote Meer ist für etwa zehn Prozent des weltweiten Handels von großer Bedeutung. Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet die kürzeste Verbindung zwischen Asien und Europa auf dem Seeweg. Die Ausweichroute um das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung verlängert die Transportzeiten um mehrere Tage. (eulerpool-AFX)

Politics
[Eulerpool News] · 12.01.2024 · 16:51 Uhr
[0 Kommentare]
CSU-Logo (Archiv)
München - Der CSU-Ehrenvorsitzende und ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel hat eine "grundlegende, tiefgehende Diskussion" über die Ausrichtung seiner Partei gefordert. Dies solle im Rahmen einer Klausurtagung oder einer Grundsatzkommission geschehen, sagte Waigel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). Bei dieser sollten neben […] (00)
vor 9 Minuten
Linda Perry
(BANG) - Linda Perry hat Madonna eine deutliche Botschaft mitgegeben und behauptet, die Pop-Ikone habe ihren Biss verloren, weil sie Trends hinterherlaufe, statt sie selbst zu setzen. Im Gespräch mit 'Consequence' verriet die 61-jährige Songwriterin, dass sie schon lange mit der "Queen of Pop" zusammenarbeiten wolle. Sie sagte: "Diejenige, die mir immer […] (00)
vor 7 Stunden
Shopping-App Temu
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat wegen illegaler Produkte eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro gegen den chinesischen Online-Marktplatz Temu verhängt. Das Unternehmen habe die Risiken und Schäden für Verbraucher nicht ordnungsgemäß bewertet, teilte die Brüsseler Behörde mit. Es handle sich um einen besonders schwerwiegenden Verstoß gegen das […] (00)
vor 2 Stunden
Demon Slayer 2 erhält mächtigen Neuzugang – Doma jetzt als Charakter‑DLC
SEGA hat gerade bekannt gegeben, dass Doma, der Zunehmende Dämonenmond aus dem Film Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Infinity Castle jetzt als einzelnes Charakterpaket (4,99 EUR) oder mit dem Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Infinity Castle Charakterpass (29,99 EUR) für Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- The Hinokami Chronicles 2 erhältlich ist! Das […] (00)
vor 52 Minuten
Dreharbeiten für Kinderfilm «Jukli» in NRW gestartet
Die Verfilmung des preisgekrönten Kinderbuchs von Corinna C. Poetter führt eine junge Außenseiterin und ein Eselfohlen auf einen Roadtrip durch Frankreich. In Königswinter und Köln haben die Dreharbeiten zum Kinderkinofilm Jukli begonnen. Die Produktion entsteht unter der Regie von Hannah-Lisa Paul für die Produktionsfirma eitelsonnenschein in Koproduktion mit dem Saarländischer Rundfunk und […] (00)
vor 4 Stunden
French Open
Paris (dpa) - Der noch immer erschöpfte Jannik Sinner schleppte sich eine Stunde nach seinem dramatischen körperlichen Einbruch zur Pressekonferenz. Dort zeigte er sich zumindest mental etwas erholt vom sensationellen Zweitrunden-Aus bei den French Open. «Ich hatte keine Energie. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so schwach […] (02)
vor 3 Stunden
FTX-Debakel: Prominente Kanzlei zahlt 54 Millionen Dollar im Vernichtungsschlag
Die Kanzlei erkauft sich mit Millionen den Freifahrtschein aus dem FTX Chaos Das Wall-Street-Niveau der Haftungskosten erreicht nun auch die heiligen Hallen der Anwälte. Fenwick & West, lange Zeit als der Inbegriff der juristischen Exzellenz für Technologieunternehmen gefeiert, hat in Miami die Flucht nach vorne angetreten. Mit einer Zahlung von 54 […] (00)
vor 1 Stunde
Sonne tanken ohne Leistungsverlust
Weißenohe bei Nürnberg, 28.05.2026 (PresseBox) - Photovoltaikanlagen gelten als wartungsarm, doch „wartungsfrei“ sind sie nicht. Wer den maximalen Ertrag aus seiner Solaranlage herausholen und die Lebensdauer der Komponenten verlängern möchte, sollte die regelmäßige Überprüfung nicht vernachlässigen. Experten erklären, warum ein professioneller Check sinnvoll ist und sich wirtschaftlich schnell […] (00)
vor 2 Stunden
 
Lars Klingbeil (Archiv)
Berlin - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) drängt auf eine zügige Einigung […] (00)
Wolfgang Kubicki (Archiv)
Berlin - Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält ein Ende der Brandmauer […] (11)
Frankfurter Börse
Frankfurt/Main - Der Dax ist am Donnerstag mit leichten Kursverlusten in den […] (00)
Tim Klüssendorf (Archiv)
Düsseldorf - Angesichts der wachsenden Zahl von Superreichen in Deutschland dringt […] (02)
Netflix startet «Instadocs» mit Fall Alex Murdaugh
Mit «Instadocs» startet Netflix eine neue Dokumentationsreihe, die aktuelle Schlagzeilen in […] (00)
Fußball-Nationalmannschaft startet in die WM-Vorbereitung
Herzogenaurach (dpa) - Bloß kein Risiko beim Comeback von Manuel Neuer, aber sofort […] (00)
Hass und Hetze in Sozialen Netzwerken
Brüssel (dpa) - Nacktbilder, Betrug, Gewalt: Aus Deutschland sind innerhalb eines Jahres über […] (00)
Inflationsdruck bleibt bestehen Die Kerninflationsrate in Australien liegt […] (00)
 
 
Suchbegriff