USA prüfen Lieferung von Patriot-Systemen an Ukraine – Europa berät über Wiederaufbau
Die jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine rufen eine neue diplomatische Dynamik hervor: Präsident Donald Trump aus den USA zeigt sich offen dafür, Kiews Wunsch nach einem modernen Patriot-Flugabwehrsystem zu evaluieren. Währenddessen beraten die Verbündeten der Ukraine in einer Videokonferenz der 'Koalition der Willigen' über weitere mögliche Hilfsmaßnahmen. Zeitgleich beginnt in Rom eine bedeutende Wiederaufbaukonferenz, an der auch Kanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen.
Die Angriffe in der Nacht zu Donnerstag endeten tragisch mit mindestens zwei Toten und verursachten zahlreiche Verletzungen. Kiew erlebte intensive Raketen- und Drohnenattacken, was landesweit zu Luftalarm führte. Die aggressiven Angriffe verdeutlichen die Notwendigkeit für die Ukraine, ihre Luftabwehr zu stärken. Laut Trump könnte der Einsatz von Patriot-Systemen das bestehende Abwehrarsenal dramatisch erweitern, obwohl er die Kosten als erheblich bezeichnete.
Im Zuge der Südostasien-Gipfel in Kuala Lumpur sind Gespräche auf hochrangiger Ebene angesetzt. US-Außenminister Marco Rubio trifft sich dort mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Dies markiert eine weitere Gelegenheit für diplomatische Dialoge angesichts der Eskalation. Hierbei bleibt die Frage offen, wie die USA und ihre Verbündeten militärische Unterstützung ausbauen werden.
In Rom richtet sich der Fokus der zweitägigen Konferenz stark auf die Zukunft der Ukraine nach einem möglichen Kriegsende. Merz betonte die Bedeutung zusätzlicher Verteidigungssysteme und deutete an, dass Deutschland konkrete Vorschläge unterbreiten könnte. Auch prägnante Persönlichkeiten wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der US-Sondergesandte Keith Kellogg sind präsent, um Strategien für den infrastrukturellen Wiederaufbau zu diskutieren. Anders als klassische Geberkonferenzen steht hier die Vernetzung verschiedener Akteure im Vordergrund.
Bereits jetzt hat Deutschland milliardenschwere Hilfszusagen sowohl in ziviler als auch militärischer Form bereitgestellt. Diese Maßnahmen sind essentiell, um die Ukraine in ihrem Kampf gegen die Invasion zu unterstützen und ihre Zukunft zu sichern.

