USA drängen auf Entwaffnung der Hamas: Kein Zeitlimit, aber klarer Fokus
Die US-Regierung fordert von der islamistischen Hamas die Entwaffnung, setzt jedoch bislang keine konkrete Frist. Bei einem kürzlichen Besuch in Israel betonte US-Vizepräsident JD Vance, dass weder er noch Präsident eine solche Frist vorgeben konnten. Die aktuelle Lage sei durch ihre Unsicherheit geprägt. Doch Vance machte auch unmissverständlich klar, dass die Hamas sich an bestehende Vereinbarungen halten müsse. Dieser Aspekt ist insbesondere im Rahmen des Friedensplanes von US-Präsident Donald Trump von Bedeutung, der die Entwaffnung von Terrorgruppen im Gazastreifen fordert. Die Islamisten zeigen sich jedoch nicht kompromissbereit, was das Konfliktthema besteht bleiben lässt.
Zentral für Vances Reise war zudem die Erleichterung der Rückgabe der noch immer im Gazastreifen befindlichen toten Geiseln. Er bat hierbei um Geduld, da die Rückführung alles andere als einfach sei. Einige Opfer liegen noch unter Trümmerbergen, bei anderen sei die genaue Lokalisation unklar. Langfristig visieren die USA eine sorgenfreie und prosperierende Lebensumgebung für die Bevölkerung in Gaza an. Trump-Schwiegersohn Jared Kushner, der die Verhandlungen maßgeblich mitgestaltet, unterstrich, dass Finanzmittel für den Wiederaufbau nur dort investiert werden, wo die Hamas keine Kontrolle hat.
Trotz der Schwierigkeiten zeigte sich Vance zuversichtlich bezüglich einer anhaltenden Waffenruhe. Ein spezielles Zentrum in Israel, das Civil-Military Coordination Center (CMCC), spielt dabei eine Schlüsselrolle. Mit 200 eingesetzten US-Kräften illustrieren die USA ihren koordinatorischen Einsatz zur Konfliktvermeidung und zur organisierten Versorgung des Gazastreifens. Vance stellte zudem unmissverständlich klar, dass es kein US-Militär auf dem Boden im Gazastreifen geben wird.

