US-Zölle auf Autoteile: Herausforderungen und Ausnahmen für die Industrie
Die jüngsten US-Zölle auf spezifische Autoteile, wie von Präsident Trump angekündigt, sind seit Samstag in Kraft. Die neuen Bestimmungen sehen einen 25-prozentigen Aufpreis vor.
Es gibt jedoch Erleichterungen für Hersteller, die ihre Fahrzeuge in den USA endmontieren. Diese können eine teilweise Rückerstattung der Zölle beanspruchen.
Zusätzlich dazu sind Autoteile nicht von den Ergänzungszöllen auf Aluminium und Stahl betroffen, um eine doppelte Belastung zu vermeiden. Diese Ausnahmeregelung wurde kürzlich von Trump selbst bestätigt, als Reaktion auf Beanstandungen aus der Automobilindustrie.
Er bezeichnete die Maßnahmen als lediglich eine „kleine Hilfestellung“ in einer „kurzen Übergangsphase“, wobei der Fokus weiterhin auf der 25-prozentigen Belastung bleibt. Die Ankündigung der Zölle auf importierte Autos und Teile erfolgte bereits Wochen zuvor, wobei die Abgaben auf fertige Autos bereits Anfang April implementiert wurden.
Experten der Branche warnen vor erheblichen negativen Auswirkungen und steigenden Preisen, da schätzungsweise die Hälfte der in den USA verkauften Fahrzeuge im Ausland montiert wird. Auch US-amerikanische Unternehmen unterhalten große Fertigungsstätten in Ländern wie Mexiko.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Deutschland begrüßte die Ausnahme bei der Mehrfachverzollung, unterstreicht jedoch weiterhin die hohe finanzielle Belastung. Laut VDA-Präsidentin Hildegard Müller belaufen sich die Zölle auf aus Europa in die USA importierte Pkw auf insgesamt 27,5 Prozent.
Als entscheidend wird die politische Lösung zur Abschaffung der zusätzlichen Zölle angesehen. Verwirrung herrschte nach der jüngsten Ankündigung über die Bedingungen für Autoteile aus Kanada und Mexiko, die gemäß USMCA-Vereinbarung gefertigt wurden.
Ursprünglich gab es hier Ausnahmen, aber laut Zollbehörde sind sie nur unter bestimmten Bedingungen von den 25-Prozent-Zöllen ausgenommen.

