US-Staatsanleihen unter Druck: Handelsstreit sorgt für Unruhe
Die Märkte für US-Staatsanleihen starteten in die Woche mit einem leichten Kursrutsch. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen fiel um 0,04 Prozent und notiert nun bei 110,67 Punkten. Parallel dazu kletterte die Rendite der zehnjährigen Anleihe auf 3,98 Prozent.
Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht die aktuelle US-Zollpolitik. Präsident Donald Trump hat angekündigt, ab dem 1. August einen Pauschalzoll von 30 Prozent auf EU-Waren einzuführen. Die Europäische Union plant als Reaktion, Gegenzölle auf US-Importe im Wert von 72 Milliarden Euro zu erheben. Trotz dieser Spannungen hielten sich die Kursausschläge am Anleihemarkt bisher in Grenzen, was auf die Annahme vieler Anleger hindeutet, dass es sich um ein strategisches Verhandlungsmittel handelt.
Zudem blicken die Investoren gespannt auf die anstehenden Inflationsdaten aus den USA, die für Dienstag erwartet werden. Der Markt erwartet aufgrund der Zollpolitik einen Anstieg der Inflation im Juni, was gegen eine Zinssenkung spricht. Im Mai zeigten die Inflationszahlen noch keine Preissteigerungen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) warnte jedoch, dass steigende Kosten bei US-Unternehmen kurzfristig zu Preisanpassungen führen könnten.

