US-Staatsanleihen: Kurse steigen weiter
Die Kurse von US-Staatsanleihen setzen ihren Aufwärtstrend fort und haben damit an die Gewinne der vergangenen Handelstage angeknüpft. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) legte mit Handelsbeginn um 0,19 Prozent auf 109,73 Punkte zu. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere ist im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit September gefallen und liegt nun bei 4,25 Prozent.
Eine verstärkte Spekulation auf sinkende Leitzinsen im kommenden Jahr belastet die Renditen der Anleihen. Äußerungen aus den Reihen der US-Zentralbank Fed hatten zuletzt für Renditedruck gesorgt. Fed-Direktor Christopher Waller brachte nicht nur die Möglichkeit von Zinssenkungen in den kommenden Monaten ins Spiel, sondern zeigte sich auch mit der geldpolitischen Ausrichtung der Notenbank grundsätzlich zufrieden, was gegen weitere Zinsanhebungen spricht. Waller gilt normalerweise als Befürworter einer straffen Geldpolitik, was seine Aussagen zusätzlich unterstreicht.
Zum Handelsauftakt konnte eine neue Schätzung zum Wirtschaftswachstum in den USA während der Sommermonate die Renditen am Rentenmarkt etwas stützen. Im dritten Quartal wuchs die größte Volkswirtschaft der Welt etwas stärker als bisher bekannt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal auf das Jahr hochgerechnet um 5,2 Prozent. Eine erste Schätzung wurde um 0,3 Prozentpunkte angehoben. Die Analysten hatten im Schnitt eine Wachstumsrate von 5,0 Prozent erwartet. (eulerpool-AFX)

