US-Staatsanleihen bleiben gefragt: Geopolitische Risiken und Zolldrohungen stützen Kurs
Die Finanzmärkte zeigen erneut eine verstärkte Nachfrage nach als sicher geltenden US-Staatsanleihen. Angesichts verstärkter geopolitischer Risiken setzen Investoren auf diese als sichere Häfen angesehenen Anlagen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, konnte am Mittwoch einen Zuwachs um 0,19 Prozent verzeichnen und erreichte 112,48 Punkte. Im Zuge dessen sank die Rendite dieser Papiere auf 4,13 Prozent.
Besorgnis herrscht aktuell aufgrund der Spannungen im Iran, die das Potenzial haben, die gesamte Region am Persischen Golf in Mitleidenschaft zu ziehen. Weitere Unsicherheit brachte die Ankündigung neuer Zolldrohungen seitens der US-Regierung gegen Länder, die Handelsbeziehungen mit dem Iran unterhalten.
Interessanterweise vermochten selbst positive US-Konjunkturdaten nicht, die Stabilität der US-Staatsanleihekurse zu untergraben. Der Einzelhandelsumsatz in den USA entwickelte sich im November besser als erwartet, und der Preisauftrieb auf Erzeugerebene beschleunigte sich ebenfalls unerwartet. Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen ist der Meinung, dass diese neuen Daten die Spekulationen auf weiter sinkende Zinsen zwar gedämpft haben könnten. Doch betont er, dass die Erwartungen ohnehin nicht besonders stark in den ersten Monaten des Jahres ausgeprägt waren.

