US-'Shutdown' erschüttert, während Pharmawerte glänzen
Die Unsicherheit bedingt durch den Regierungsstillstand in den USA hat die deutschen Börsen leicht ins Wanken gebracht. Der Dax, das Aushängeschild des deutschen Marktes, verzeichnete einen Rückgang von 0,27 Prozent und fiel auf 23.815 Punkte. Der MDax für mittelgroße Unternehmen sank um 0,22 Prozent auf 30.202 Zähler, während der EuroStoxx 50 um 0,24 Prozent nachgab.
Der 'Shutdown' trat in Kraft, nachdem Republikaner und Demokraten im US-Kongress keine Einigung über einen Übergangshaushalt erzielt hatten. Nun stehen Teile der Regierungsgeschäfte still, wobei beide politischen Parteien sich gegenseitig die Schuld für die festgefahrene Situation zuschreiben. Laut dem Marktanalysten Jochen Stanzl von CMC Markets könnte die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts in Mitleidenschaft gezogen werden, was die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank weiter anheizt. Die daraus resultierende Unsicherheit sorgt für verstärkte Volatilität an den Märkten.
Währenddessen profitieren Aktien der Pharmaindustrie von einer Vereinbarung zwischen der US-Regierung und Pfizer, die sich auf reduzierte Medikamentenpreise unter Medicaid einigten. Branchenexperte Richard Vosser von JPMorgan lobt den Deal als positiv für den gesamten Sektor und sieht darin eine Bestätigung, dass Unternehmen sich erfolgreich an die politischen Vorgaben unter Präsident Donald Trump anpassen.
Merck KGaA führte die Gewinnerliste im Dax mit einem beeindruckenden Anstieg von über fünf Prozent an, gefolgt von Bayer, die nach einem Höhenflug an der Charthürde von 29 Euro leicht zurückfielen. Auch Sartorius erzielte im MDax erfreuliche Kursgewinne von 7,5 Prozent. Im SDax konnten die Aktien von Mutares zulegen, nachdem die zum Portfolio gehörende Magirus die Übernahme von Achleitner Fahrzeugbau GmbH im Verteidigungssektor bekannt gab.

