US-Politik beeinflusst Finanzmärkte: Bundesanleihen verlieren leicht, DAX auf Rekordhoch
Die Kurse deutscher Bundesanleihen mussten am Freitag einen leichten Rückgang verzeichnen, wobei der Euro-Bund-Future minimal um 0,03 Prozent auf 130,75 Punkte nachgab. Im Gegensatz dazu stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen und erreichte 2,56 Prozent. Diese Entwicklung lässt sich einerseits auf die weiterhin optimistische Stimmung an den Börsen zurückführen, die das Interesse an als sicher geltenden Staatspapieren wie den Bundesanleihen schmälert.
Der DAX, der deutsche Leitindex, profitierte hingegen erheblich von der positiven Marktstimmung und konnte ein neues Rekordhoch markieren. Diese Aufhellung der Börsenstimmung wird insbesondere durch die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump beflügelt. Seine potenziellen Ambitionen, Handelsabkommen mit anderen Ländern zu fördern, sowie die Beruhigung der Besorgnisse über eine mögliche Entlassung des Notenbankchefs Jerome Powell spielten dabei eine zentrale Rolle.
Im Vorfeld der bevorstehenden Gespräche zwischen den USA und China stellte Trump eine Senkung der Zölle von derzeit 145 Prozent zur Diskussion und deutete an, dass Zölle in Höhe von 80 Prozent auf China akzeptabel erscheinen. Diese Ankündigung erfolgte auf Trumps Plattform Truth Social, mit einem Hinweis auf eine Entscheidung des US-Finanzministers Scott Bessent, der an diesem Wochenende Gespräche mit chinesischen Vertretern beginnt. Am Donnerstag hatten sich die USA und Großbritannien bereits im Zollstreit geeinigt, was für die Vereinigten Staaten die erste Einigung mit einem bedeutenden Handelspartner seit der kürzlich verkündeten US-Zölle darstellt.

