US-Notenbank lockert Zügel: HELOC-Zinsen vorerst stabil
Die Zinsen für Home Equity Line of Credit (HELOC) bleiben trotz der von der Federal Reserve angekündigten Zinssenkung am Mittwoch unverändert. Der Leitzins bleibt momentan stabil, doch ein Rückgang könnte künftig zu fallenden HELOC-Zinsen führen.
Laut Bank of America, der größten HELOC-Geldgeberin nach Volumen in den USA, liegt der aktuelle durchschnittliche jährliche Prozentsatz (APR) für ein 10-jähriges HELOC bei 8,72%. Das variabel verzinste Angebot folgt auf einen sechsmonatigen Einstiegszinssatz, der in den meisten US-Bundesstaaten bei 6,49% liegt.
Angesichts eines erheblichen Eigenkapitalvolumens in Höhe von mehr als 34 Billionen US-Dollar am Ende von 2024 zögern viele Hausbesitzer, ihre primären Hypotheken mit relativ niedrigen Zinssätzen abzulösen. HELOCs bieten ihnen die Möglichkeit, benötigtes Kapital flexibel freizusetzen.
Die Zinsstruktur für HELOCs unterscheidet sich von der primärer Hypotheken: Sie basiert auf einem Indexzinssatz zuzüglich einer Marge, die oft an den aktuellen Leitzins von 7,50% gekoppelt ist. Je nach Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers variiert die Marge, sodass die Zinssätze beträchtlich schwanken können.
Ein sorgfältiger Vergleich mehrerer Anbieter ist ratsam, um die besten Konditionen zu finden. Obwohl Einstiegszinssätze für HELOCs attraktiv wirken, werden sie oft nach einem Jahr variabel und neigen dazu, deutlich anzusteigen.
Zum Vorteil vieler Hausbesitzer lassen HELOCs ihre primären Hypotheken unberührt, während sie Kapital für Renovierungen oder persönliche Vorhaben zur Verfügung stellen. Disziplin im Umgang mit den geliehenen Mitteln ist dabei entscheidend, um unnötige langfristige Schulden zu vermeiden.
Aktuell bietet die FourLeaf Credit Union beispielsweise einen HELOC-Einstiegszins von 6,49% für 12 Monate auf Kreditlinien bis zu 500.000 US-Dollar an. Diese Einführungsätze sollten jedoch im Kontext mit variablen Folgezinsen und Konditionsunterschieden stets kritisch bewertet werden.

