US-Notenbank belässt Leitzins unverändert – Spannung wegen möglicher Zinssenkung im September
Die jüngste Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve hat keine Veränderung im Leitzins gebracht, der weiterhin in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent verbleibt. Diese Fortführung der Zinspolitik entsprach den Erwartungen der Bankökonomen. Dennoch sorgt ein interner Dissens im geldpolitischen Ausschuss für Gesprächsstoff, da zwei Mitglieder für eine Senkung der Zinsen gestimmt haben.
Michelle Bowman und Christopher Waller, die sich in der Vergangenheit bereits für eine moderatere Geldpolitik ausgesprochen hatten, votierten für eine Senkung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte. Die Abwesenheit von Adriana Kugler hinterließ derweil weitere Spekulationen. Die restlichen neu berufenen Mitglieder schlossen sich der unveränderten Zinsentscheidung an. Solche Abweichungen sind bei der Fed rar, was den Signalcharakter der Situation verstärkt.
Trotz der konstanten Zinsentwicklung in diesem Jahr hatte die Fed im vergangenen Jahr in der zweiten Jahreshälfte eine Senkung um insgesamt ein Prozent vorgenommen. Der Druck von Präsident Donald Trump bleibt hoch, da er nicht müde wird, durchdringende Zinssenkungen zu fordern und Kritik an Notenbankchef Jerome Powell zu üben. Dies alles sorgt für bemerkenswerte Spannung am finanziellen Horizont der Vereinigten Staaten.

