US eskaliert Spannungen mit Kuba – Öllieferungen als Druckmittel
Die jüngste Äußerung von US-Präsident Donald Trump hat die Aufmerksamkeit internationaler Beobachter erregt, als er verkündete, Kuba stehe unmittelbar vor einem Zusammenbruch. Bei einem öffentlichen Auftritt im US-Bundesstaat Iowa erklärte Trump, dass die sozialistische Karibiknation ohne die bisher regelmäßigen Öl- und Geldlieferungen aus Venezuela zu kämpfen habe.
Im Zuge der Verschärfung der US-Politik gegenüber Venezuela, einem engen Alliierten Kubas, wurden in den vergangenen Wochen mehrere Öltanker von den USA festgesetzt. Dies geschieht im Rahmen der von Trump angekündigten, umfassenden Blockade, die sich gegen alle sanktionierten Öllieferungen von und nach Venezuela richtet. Diese Maßnahmen setzen die ohnehin strapazierte kubanische Wirtschaft weiter unter Druck, da der Mangel an Treibstoff auf der Insel bereits zu erheblichen Problemen führt.
Zusätzliche Kritik kam von US-Außenminister Marco Rubio, der die kubanische Regierung als ein „riesiges Problem“ bezeichnete. Trump jedoch blieb vage und rief lediglich zu einem nicht näher spezifizierten „Deal“ mit Kuba auf. Auf der Plattform Truth Social zeigte er Unterstützung für Beiträge, die Hoffnungen auf einen von den USA geförderten Regierungswechsel in Havanna äußerten. Medienberichte deuten darauf hin, dass die Trump-Regierung verschiedene Wege prüft, um eine Veränderung im kubanischen Regierungsapparat zu fördern.
In diesen ohnehin angespannten Zeiten droht die autoritär regierte Insel nun mit ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit Fidel Castros Revolution im Jahr 1959 konfrontiert zu werden. Sollte der Zugang zu günstigem venezolanischem Öl dauerhaft blockiert werden, steht Kuba eine noch tiefere Wirtschaftskrise bevor.

