US-Börsenauftakt: Handelsstreit und Wechsel im Management sorgen für Turbulenzen
Der Wochenstart an den US-Aktienmärkten zeigte sich eher verhalten, nachdem zuvor ein kräftiges Kursplus verzeichnet werden konnte. Hintergrund der angespannten Lage sind Neuigkeiten aus der US-Regierung, die mit weiteren Zollandrohungen für Unruhe sorgen. Insbesondere der angedachte Importzoll auf im Ausland produzierte Filme belastet dabei die großen Medien- und Streaming-Anbieter.
Im Zuge dessen verzeichnete der Dow Jones Industrial einen leichten Rückgang von 0,24 Prozent und schloss bei einem Stand von 41.218,83 Punkten. Auch der S&P 500 musste nachgeben und sank um 0,64 Prozent auf 5.650,38 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 blieb ebenfalls nicht verschont und büßte 0,67 Prozent auf 19.967,94 Punkte ein.
Präsident Donald Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social an, das Handelsministerium mit der Einführung eines 100-prozentigen Importzolls auf sämtliche ausländisch produzierte Filme zu beauftragen. Diese Maßnahme drückte die Kurse von Netflix, Warner Bros Discovery, Paramount Global und Walt Disney, die Einbußen zwischen 0,4 und 2,0 Prozent hinnehmen mussten.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte Warren Buffetts angekündigter Rücktritt bei Berkshire Hathaway. Nach über fünf Jahrzehnten gibt der 94-Jährige die Leitung der Investmentgesellschaft zum Jahresende an Greg Abel weiter. Die B-Aktien von Berkshire Hathaway, nach einem Rekordhoch vergangene Woche, fielen um 5,1 Prozent.
Indes sah sich der deutsche Impfstoffhersteller Biontech mit Kurseinbußen von 3,7 Prozent konfrontiert, nachdem die Ergebnisse für das erste Quartal als durchwachsen eingestuft wurden. Eine interessante Entwicklung ist der geplante Zulassungsantrag für ein innovatives Krebsmedikament gegen Ende des Jahres in den USA.
Als positiv herausragend präsentierte sich der Sportschuhhersteller Skechers, dessen Aktienkurs um gut 24 Prozent auf 61,39 Dollar anstieg. Hintergrund ist das Kaufangebot des US-Finanzinvestors 3G Capital, der die Übernahme des Unternehmens anstrebt. Die vorgeschlagenen 63 Dollar je Aktie und die bereits gesicherten 60 Prozent Anteile lassen auf eine erfolgreiche Transaktion mit einem Volumen von 9,4 Milliarden Dollar schließen.

