US-Börsen trotzen Regierungspause und zeigen sich stabil
Die US-amerikanischen Aktienmärkte präsentieren sich am Mittwoch robust, ungeachtet des Teilstillstands der US-Regierung, der aufgrund ausbleibender Einigung zwischen Republikanern und Demokraten im Kongress eingetreten ist. Trotz der schwachen Arbeitsmarktdaten des Dienstleisters ADP für den Privatsektor im September und den erwartungsgemäßen ISM-Stimmungsdaten aus der Industrie blieben größere Bewegungen weitestgehend aus.
Der Dow Jones Industrial zeigte sich im frühen Handel nahezu unverändert und fiel leicht um 0,02 Prozent auf 46.388 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,09 Prozent und notierte bei 6.683 Punkten. Der technologieorientierte Nasdaq 100 verharrte bei 24.680 Punkten ohne prozentualen Veränderung.
Der 22. Regierungsstillstand in den USA seit 1979 könnte in diesem Fall weitreichendere Auswirkungen haben. Laut Eric Winogard von AllianceBernstein könnte, wenn eine Einigung auf einen Übergangshaushalt ausbleibt, die Veröffentlichung wesentlicher Wirtschaftsdaten gefährdet sein. Besonders der für die US-Notenbank Fed bedeutsame Arbeitsmarktbericht, der am kommenden Freitag erscheinen soll, steht im Fokus.
Die fehlenden Daten könnten die Fed vor erhebliche Herausforderungen stellen, insbesondere angesichts der anstehenden Zinsentscheidung Ende Oktober. Der schwächelnde Arbeitsmarkt muss vor dem Hintergrund einer anziehenden Inflationsrate berücksichtigt werden.
In den Einzelwerten des Dow standen am oberen Ende die Pharmakonzerne Amgen und Merck & Co, die sich mit Kursgewinnen von 4,8 und 4,5 Prozent hervortun konnten, nachdem Pfizer eine Vereinbarung zur Senkung der Medikamentenpreise im Tausch gegen Zollerleichterungen erzielt hatte. Diese Entwicklung sorgt für Entspannung am Markt und auch Pfizer erzielte einen Kursgewinn von 3,8 Prozent nach den starken 7 Prozent am Vortag.
Der Sportartikelhersteller Nike verbuchte ein Plus von 5,5 Prozent dank positiver Quartalszahlen, wobei Analysten von Jefferies und JPMorgan sich optimistisch zur langfristigen Markenstärkung äußerten. Auf der anderen Seite der Skala verlor Walmart 2,2 Prozent, nachdem die CDC vor einem Listerien-Ausbruch warnte, der mit Produkten von Walmart und Trader Joe's in Verbindung gebracht wird und mehrere Todesfälle verursachte.

