US-Börsen trotzen politischen Turbulenzen und schließen im Plus
Die politischen Unruhen in den USA konnten die Anlegerstimmung an den Finanzmärkten am Dienstag nicht langfristig trüben. Trotz anfänglicher Zurückhaltung durch neue Drohungen der Trump-Regierung in Bezug auf Strafzölle und die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook, endeten alle wichtigen US-Indizes im positiven Bereich. Damit zeigen die Märkte eine bemerkenswerte Widerstandskraft gegen politische Spannungen.
Der Dow Jones Industrial verbuchte ein Plus von 0,30 Prozent und erreichte 45.418,07 Punkte. Auch der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 stiegen um 0,41 Prozent bzw. 0,43 Prozent und setzten ihren positiven Trend fort.
Besonders im Fokus stand der Technologiesektor: Nvidia verzeichnete einen Anstieg von 1,1 Prozent, was die Vorfreude auf die bevorstehenden Quartalszahlen steigert. Daneben profitierten auch andere Technologiewerte von positiven Neuigkeiten im KI- und Quantencomputing-Bereich, darunter AMD und IBM, deren Aktien ebenfalls zulegten.
Im Flugzeugsegment konnte Boeing beeindrucken, nachdem bekannt wurde, dass Korean Air Lines den Kauf neuer Flugzeuge in Erwägung zieht. Dies führte zu einem Kursplus von 3,5 Prozent bei Boeing und spürbarem Zugewinn bei GE Aerospace.
Ein weiterer Gewinner war der Pharmakonzern Eli Lilly, dessen Aktien um fast sechs Prozent kletterten. Grund dafür war ein bedeutender Studienerfolg mit einem neuen Medikament, das in einer zweiten Studie überzeugte.
Allerdings gab es auch einige Verlierer: Die Aktien von Unitedhealth gerieten aufgrund neuer Untersuchungen des US-Justizministeriums unter Druck, während Keurig Dr Pepper weiterhin Verluste aufgrund der Übernahme des Tee-Produzenten JDE Peets verkraften musste.
Die Übernahmepläne von AT&T im Bereich der Satellitenkommunikation mit Echostar sorgten für unterschiedliche Marktreaktionen. Während die Echostar-Aktien um über 70 Prozent in die Höhe schnellten, verzeichnete AT&T selbst einen leichten Rückgang.

