US-Aktienmarkt verderbt die Anfangseuphorie – KI-Werte und Texas Instruments im Sog

Der US-Aktienmarkt zeigte auch zum Wochenstart keine Stärke und setzte seinen Abwärtstrend fort – trotz eines anfänglichen Versuches, Stabilität zu finden. Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,1 Prozent und pendelte bei 48.416,78 Punkten. Das Rekordhoch vom Freitag bleibt zwar in Reichweite, jedoch dünnen die Hoffnungen auf eine baldige Erholung weiter aus. Besonders die immer wieder hoch bewerteten KI-Titel gerieten vor dem Wochenende unter Druck. Viele Anleger zogen es vor, noch vor dem Jahreswechsel Gewinne mitzunehmen, während Standardwerte besser abschnitten und sich positiv entwickelten. Der breit gefächerte S&P 500 sank zu Beginn der Woche um 0,1 Prozent auf 6.820,70 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,2 Prozent auf 25.157,52 Zähler ein. Die nächsten Tage könnten durch neue Konjunkturdaten geprägt werden. Besonders im Fokus: die Arbeitsmarktdaten für die Monate Oktober und November, deren Veröffentlichung sich aufgrund des vorherigen Regierungsstillstands verzögert hatte. Parallel dazu sind Inflationszahlen am Donnerstag geplant, jedoch wird die Fed angesichts der kürzlichen Zinssenkung erst im kommenden Jahr möglicherweise auf diese neuen Daten reagieren.
Im Gegensatz zur allgemeinen Marktentwicklung stachen Tesla-Aktien positiv hervor, indem sie sich ihrem bisherigen Rekordhoch mit einem Anstieg von 3,2 Prozent näherten. Gleichzeitig gerieten hingegen Adobe-Aktien mit einem Verlust von 3,2 Prozent unter Druck, nachdem Keybanc aufgrund von KI-Wettbewerbsrisiken ihre Einstufung auf 'Underweight' angepasst hatte. Ein weiterer Blickpunkt waren Hotelaktien: Goldman Sachs beurteilte die Branche positiv, was Hilton Worldwide, Las Vegas Sands und Marriott einen Aufwind von bis zu zwei Prozent einbrachte. Dagegen traf es Wyndham Hotels & Resorts und Caesars Entertainment mit einer Abstufung von 'Buy' auf 'Neutral', wodurch sie um ein bzw. vier Prozent nachgaben.
Die Analysten von Goldman Sachs waren auch für Texas Instruments wenig optimistisch und stuften ihre Bewertung um gleich zwei Stufen von 'Buy' auf 'Sell' herab. Der Konzern wird als weniger profitabel im erwarteten Branchenaufschwung eingeschätzt, was den Aktienkurs um nahezu ein Prozent sinken ließ. Hoffnungsvoller waren die Analysten bei Teradyne, dessen Aktien sich um ein gutes Prozent verbesserten. Für iRobot-Aktionäre war der Start in die Woche besonders unerfreulich, als das Unternehmen, bekannt für seine Roomba-Staubsauger, Insolvenz nach Chapter 11 meldete. Infolge dieser Meldung, die auch eine Übernahme durch den chinesischen Hauptlieferanten vorsieht, brach der Aktienkurs um 70 Prozent ein.

