Eulerpool News

US-Aktien erreichen höchste Bewertung im Verhältnis zu Anleihen seit 2002

26. Januar 2025, 13:12 Uhr · Quelle: Eulerpool News
US-Aktien sind so teuer wie seit der Dotcom-Blase nicht mehr. Anleger wägen Chancen und Risiken ab.

US-Aktien haben im Zuge eines technologiegetriebenen Kursanstiegs ihren höchsten Bewertungsstand im Vergleich zu Staatsanleihen seit der Dotcom-Ära erreicht. Dies weckt bei Anlegern Sorgen über die stark gestiegenen Bewertungen führender Technologieunternehmen.

Der jüngste Rekordlauf des S&P 500 Index hat die sogenannte Forward Earnings Yield – erwartete Gewinne im Verhältnis zum Aktienkurs – auf 3,9 Prozent gedrückt. Gleichzeitig sind die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,65 Prozent gestiegen. Die daraus resultierende negative Differenz zwischen den beiden Werten, die als Equity Risk Premium (ERP) bezeichnet wird, markiert den tiefsten Stand seit 2002.

„Investoren sind bereit, große Tech-Unternehmen ohne einen signifikanten Risikozuschlag zu halten“, so Ben Inker, Co-Leiter der Asset-Allokation bei GMO. „Das ist eine gefährliche Einstellung.“

Die hohen Bewertungen werden durch die starke Nachfrage institutioneller Anleger nach US-Wachstumswerten sowie den anhaltenden Hype um die „Magnificent Seven“ – die sieben größten US-Tech-Aktien – getrieben. Einige Analysten argumentieren, dass der ERP-Indikator möglicherweise die tatsächlichen Risiken unterschätzt, da er auf derzeit überdurchschnittlichen Gewinnmargen basiert, die langfristig nicht nachhaltig sein könnten.

Ein alternativer Bewertungsansatz, der die Earnings Yield mit inflationsbereinigten US-Staatsanleihen vergleicht, zeigt ebenfalls, dass die Risikoprämie auf das niedrigste Niveau seit der Dotcom-Blase gefallen ist – wenn auch nicht in den negativen Bereich.

Während Skeptiker eine Überhitzung des Marktes fürchten, halten andere Analysten die hohen Bewertungsniveaus für gerechtfertigt. Laut Goldman Sachs befinden sich die aktuellen Bewertungsrelationen im Einklang mit den makroökonomischen Bedingungen, darunter Zinssätze und Arbeitsmarktlage.

Der Druck auf Aktien könnte jedoch zunehmen, wenn die Renditen von US-Staatsanleihen weiter steigen, da Anleihen dann als attraktive Alternative für Investoren gelten. Chris Jeffery, Leiter der Makroanalyse bei Legal & General, betont: „Es gibt mehrere Warnsignale, die Investoren vorsichtig stimmen sollten, insbesondere die Diskrepanz zwischen der Bewertung von US-Aktien und dem Rest der Welt.“

Trotz der Unsicherheiten zeigen sich viele Investoren weiterhin optimistisch. Andrew Pease, Chefstratege bei Russell Investments, warnt jedoch davor, sich zu stark auf die großen Tech-Aktien zu konzentrieren. „2025 ist das Jahr, in dem Diversifikation wichtiger denn je wird.“

Finanzen / Märkte
[Eulerpool News] · 26.01.2025 · 13:12 Uhr
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