UPS wagt optimistische Umsatzprognose trotz Amazon-Kürzungen
Der weltweit agierende Logistikriese UPS plant, im laufenden Jahr nach einem Rückgang wieder Wachstumsakzente zu setzen. Um diese Ambition zu erreichen, setzt das Unternehmen auf einen präziseren Zuschnitt seines Geschäftsmodells. Ein zentraler Aspekt dieser Strategie ist die Reduzierung weniger profitabler Lieferungen, insbesondere solcher für Amazon, den größten Kunden des Paketespezialisten.
Trotz dieser Maßnahmen übertraf die letzte Umsatzprognose von UPS die Markterwartungen, was sich positiv auf die Aktien im vorbörslichen Handel auswirkte. Für das Jahr 2026 sieht der Konzern einen Umsatz von 89,7 Milliarden Dollar vor, was die zum Teil skeptischen Analystenschätzungen von knapp 88 Milliarden Dollar übertrifft. Diese Entwicklung wird als Indikator für eine positivere Einschätzung der Nachfrage nach den Turbulenzen der US-Handels- und Zollpolitik betrachtet.
Der Umsatz für das vergangene Jahr 2025 betrug 88,7 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht, jedoch die Prognosen der Analysten übertraf. Gleichzeitig fiel der Nettogewinn um 3,6 Prozent auf 5,57 Milliarden Dollar. Die geplante Reduzierung der weniger rentablen Lieferungen führte zur Schließung und Zusammenlegung von Sortieranlagen sowie zum Angebot von Abfindungen für Arbeitnehmer. Diese Maßnahmen sollen künftig den Konzern stärken, auch wenn für 2026 zunächst eine leicht niedrigere bereinigte operative Marge von 9,6 Prozent als Ziel ausgegeben wurde, nach 9,8 Prozent im Jahr 2025.

