Unwetterchaos im Süden Europas: Tief "Leonardo" bringt Spanische und Portugiesische Regionen an ihre Grenzen
Ein massives Sturmtief namens "Leonardo" hat im Süden Spaniens und Portugals in den letzten Tagen für erhebliche Turbulenzen gesorgt. Vor allem die autonome Region Andalusien leidet unter den massiven Regenfällen des Tiefs. Tausende Menschen mussten hier aus tiefer gelegenen Gebieten evakuiert werden. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen, Zugverbindungen wurden unterbrochen und Straßen durch die Wassermassen unpassierbar gemacht. Der spanische Wetterdienst Aemet weist darauf hin, dass vereinzelt innerhalb von wenigen Stunden die Jahresregenmenge fallen könnte.
Auch Portugal kämpft mit erheblichen Überschwemmungen, während die Bevölkerung noch die Zerstörungen des vorherigen Sturms "Kristin" beseitigt. Diverse Ortschaften wurden erneut von der Umwelt abgeschnitten, als Flüsse über die Ufer traten und umgestürzte Bäume sowie Erdrutsche Verkehrswege blockierten. Der portugiesische Wetterdienst Ipma prognostiziert für die kommenden Tage keine Wetterbesserung.
Der über die iberische Halbinsel ziehende Sturm hat zudem auch die Ferieninsel Mallorca im Visier. Die dortigen Bewohner und Touristen müssen sich auf starkes Unwetter einstellen. Als Präventivmaßnahme hat der Wetterdienst Aemet bereits die Warnstufe Gelb herausgegeben, welche noch östlich und südlich der Insel auf die Stufe Orange gehoben wurde. Die Küstenregionen erwarten dort bis zu zehn Meter hohe Wellen.

