Unternehmensstimmung im Euroraum: Überraschenderweise stabiler als gedacht
Die Unternehmensstimmung im Euroraum zeigt sich im Mai stabiler als ursprünglich befürchtet. Der Einkaufsmanagerindex, ermittelt von S&P Global, reduzierte sich lediglich um 0,2 Punkte und erreichte somit 50,2 Punkte, wie das Unternehmen in London nach einer zweiten Schätzung bekanntgab. Ursprünglich war in einer ersten Schätzung ein deutlicherer Rückgang auf 49,5 Punkte ermittelt worden. Ökonomen hatten die erste Schätzung für wahrscheinlich gehalten, doch der nun veröffentlichte Wert liegt knapp über der kritischen Expansionsschwelle von 50 Punkten. Indizes oberhalb dieser Grenze signalisieren eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivität.
Für den Dienstleistungssektor meldet S&P einen leichten Rückgang um 0,4 Punkte auf nun 49,7 Punkte. Auch hier übertrifft der finale Wert die erste Prognose von 48,9 Punkten. Im Industriesektor hingegen zeigt sich ein anhaltender Aufwärtstrend: Der Index ist laut den jüngsten Daten nun den dritten Monat in Folge gestiegen. Trotzdem deutet dieser weiterhin auf eine wirtschaftliche Abschwächung in dem angeschlagenen Sektor hin.
Die Entwicklung der Indikatoren lässt auf eine teils überraschende Stabilität in der wirtschaftlichen Gesamtlage des Euroraums schließen, obwohl einige Sektoren nach wie vor Herausforderungen gegenüberstehen.

