Unter welchen Umständen MicroStrategy zu einem Bitcoin-Verkauf gezwungen werden könnte - Michael Saylor antwortet

11. April 2025, 02:18 Uhr · Quelle: BTCStar
MicroStrategy steht vor der Möglichkeit, einige seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, da das Unternehmen unter finanziellen Druck gerät und keine positiven Cashflows aus dem Kerngeschäft erzielt. Michael Saylor, der Mitbegründer, bleibt jedoch optimistisch und empfiehlt das HODL-Prinzip, um langfristig an Bitcoin festzuhalten.

MicroStrategy, der größte Unternehmenshalter von Bitcoin, verkörpert seit langem die kühnste institutionelle Wette auf die Kryptowährung. Der Mitbegründer und Vorsitzende Michael Saylor’s unerschütterlicher Glaube an Bitcoin hat die Strategie des Unternehmens seit Jahren definiert. Diese Strategie steht jedoch nun vor einer Herausforderung, nachdem eine kürzlich eingereichte SEC-Anmeldung auf die Möglichkeit hingewiesen hat, dass MicroStrategy unter finanziellem Druck dazu gezwungen sein könnte, einige seiner Bitcoin-Bestände zu liquidieren, insbesondere nach dem jüngsten Preisverfall von Bitcoin. Die Auswirkungen könnten sich über die Bilanz des Unternehmens hinaus ausbreiten und den breiteren Bitcoin-Markt beeinflussen.

Steigende Schulden, negativer Cashflow und Bitcoin als Rettungsanker

MicroStrategy legte in einem kürzlich bei der SEC eingereichten Formular 8-K mehrere wichtige finanzielle Schwachstellen offen. Zum Zeitpunkt der Einreichung berichtete das Unternehmen, 528.185 BTC zu halten, die zu einem Durchschnittskaufpreis von $67.458 pro Bitcoin erworben wurden, was einem Gesamtkostenpreis von etwa $35,63 Milliarden entspricht. Trotz der enormen Größe seiner Bitcoin-Schatzkammer gab MicroStrategy zu, dass das Kerngeschäft in der Unternehmenssoftware keine positiven operativen Cashflows generiert. Das Unternehmen trägt auch Schulden in Höhe von $8,22 Milliarden und steht vor einer jährlichen vertraglichen Zinslast von $35,1 Millionen.

Obwohl es mehr als $1,6 Milliarden in Vorzugsaktien ausgegeben hat, die erheblichen jährlichen Dividendenverpflichtungen von $146,2 Millionen unterliegen, werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt. Stattdessen legte MicroStrategy ausdrücklich dar, dass es erwartet, sich auf Fremd- oder Eigenkapitalfinanzierung zu stützen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Diese Bemühungen könnten jedoch schwer belastet werden, wenn der Bitcoin-Preis stark fällt. Der Bericht warnt, dass der Marktwert der Bestände des Unternehmens erheblich sinken könnte, was sich negativ auf die Fähigkeit zur Kapitalbeschaffung auswirken könnte. In einer solchen Situation könnte das Unternehmen gezwungen sein, Bitcoin mit Verlust zu verkaufen.

Zum Zeitpunkt der Einreichung des Berichts wurde BTC nur 13% über dem durchschnittlichen Kaufpreis des Unternehmens gehandelt. Da Bitcoin den Großteil der Vermögenswerte von MicroStrategy ausmacht, ist seine Bilanz eng mit dem Preis der Kryptowährung verbunden. Ein Abfall unter diesen Wert könnte eine Kettenreaktion fallender Aktienkurse auslösen und letztlich Verkaufsdruck sogar auf den Bitcoin-Preis selbst ausüben.

Michael Saylor’s Antwort: Kurs halten

Michael Saylor, Mitbegründer von MicroStrategy und ehemaliger CEO, zählt zu den größten Befürwortern von Bitcoin und war maßgeblich an der Einführung der Bitcoin-Strategie des Unternehmens beteiligt. Auf einer Social-Media-Plattform schrieb Saylor kurzerhand: “HODL,” ein beliebtes Mantra unter Krypto-Enthusiasten, das langfristige Überzeugung signalisiert.

Zum Zeitpunkt des Schreibens wird BTC bei $81.900 gehandelt, ein Anstieg von 6% in den vergangenen 24 Stunden. Selbst wenn MicroStrategy zu diesem Zeitpunkt Bitcoin verkaufen würde, wäre es nicht der erste Verkauf seiner Bestände. Bereits am 22. Dezember 2022 verkaufte MicroStrategy 704 BTC für $11,8 Millionen unter ähnlichen Umständen.

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11.04.2025 · 02:18 Uhr
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