Unter Spannung: Eurofighter-Einsatz über der Ostsee
Ein aufregendes Schauspiel bot sich kürzlich über dem malerischen Blau der Ostsee. Zwei Eurofighter der deutschen Luftwaffe erhoben sich zu einem rasanten Alarmstart, ausgelöst durch die Anwesenheit eines russischen Aufklärungsflugzeuges vom Typ Iljuschin IL-20. Doch war das Flugzeug nicht nur wegen seiner Herkunft bemerkenswert: Es flog im internationalen Luftraum ohne Erkennungssignal und ohne Funkkommunikation. Ein besorgniserregender Zustand, dem sich die Alarmrotte der Luftwaffe, stationiert am Fliegerhorst Rostock-Laage, prompt annahm.
Diese Luftintervention fiel mit dem Auftakt des zweimonatigen Marine-Manövers Baltops der NATO zusammen. Das Manöver, ein Höhepunkt der maritimen Zusammenarbeit, vereinte 17 Schiffe, um gemeinsame Strategien in der U-Boot-Abwehr, den Einsatz unbemannter Systeme, Minenräumung, Kampfmittelbeseitigung und der Luftverteidigung zu erproben.
Der jüngste Alarmstart markiert bereits den sechsten der deutschen Luftwaffe in diesem Jahr und verweist auf die angespannte Lage im Ostseeraum. Die möglichen Ausspähversuche und vermuteten Sabotageakte tragen zur unverkennbaren Nervosität bei, die in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Verhältnisse nicht abnimmt.

