Unsichere Zeiten für Konsum und Industrie: Globale Spannungen drücken auf die Stimmung
Die Konsumfreude in Deutschland leidet unter der Sorge um Arbeitsverhältnisse. Laut einer Befragung des Marktforschungsinstituts GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen sank der Konsumklima-Indikator im September um 1,9 Punkte auf minus 23,6. Dies markiert den dritten Rückgang in Folge und erreicht damit den niedrigsten Stand seit April, während Analysten immerhin einen geringeren Wertabfall auf minus 21,5 erwartet hatten.
Gleichzeitig ringt die Industrie mit den US-geführten Handelszöllen. Trotz eines beidseitig vereinbarten Zoll-Kompromisses zwischen der EU und den USA, betrachten viele europäische Betriebe diesen weiterhin als übermäßige Belastung. Eine Umfrage des DIHK zeigt, dass etliche Industrieunternehmen auf eine entschlossenere Haltung der EU hoffen, um fairere Handelsbedingungen mit den USA auszuhandeln.
Positivere Signale sendet der deutsche Arbeitsmarkt. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt mit einem Anstieg auf 100,7 Punkte Hinweise auf eine mögliche Stabilisierung. Der Frühindikator bleibt somit auf Wachstumskurs und könnte Hoffnung für positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt wecken.
International gibt es ebenfalls Neuigkeiten, die Aufmerksamkeit erfordern: Weil Indien weiterhin Ölgeschäfte mit Russland betreibt, haben die USA neue Zölle auf indische Importprodukte erhoben. Der Zollsatz verdoppelt sich damit, ein Schritt, den der frühere US-Präsident Donald Trump bereits Anfang August angeordnet hatte.

