Unruhiger Aktienmarkt vor Fed-Entscheidung und Überraschungen in der Chip-Branche
Die deutschen Börsen mussten einen Dämpfer hinnehmen, da der DAX auf den tiefsten Stand seit einer Woche fiel, unmittelbar vor einer mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der US-Zinsentscheidung. Er gab 0,5 Prozent auf 24.771 Punkte nach, nachdem er am Vortag kurzzeitig über die Marke von 25.000 Punkten gestiegen war. Der MDax fiel um 0,6 Prozent auf 31.530 Punkte und der EuroStoxx 50 sank um 0,4 Prozent.
Experten erwarten keine weitere Zinssenkung der US-Notenbank Fed, obwohl im Dezember ein Zinsrückgang um 0,25 Prozentpunkte stattfand. Die Diskussionen über die Unabhängigkeit der Fed verschärfen sich, parallel zu rechtlichen Maßnahmen gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell. Präsident Donald Trump erhöht den Druck, was zu Unsicherheiten an den Finanzmärkten führt. Die Fed könnte in der Zinsentscheidungspause ein Mittel sehen, ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren.
Unterdessen stehen deutsche Hightech-Aktien im Rampenlicht, angefeuert durch positive Berichterstattungen des Halbleiter-Giganten ASML. Jenoptik-Aktien stiegen um knapp 10 Prozent, unterstützt durch den Boom in der Künstlichen Intelligenz, von dem ASML stark profitiert. Ähnlich überraschte SK Hynix mit einem Rekordquartal, und Texas Instruments überzeugte mit einem robusten Ausblick. Diese Entwicklungen verleihen Infineon Rückenwind, das einen 4,8-prozentigen Anstieg anführt.
Ein schwerer Schlag traf die Deutsche Bank, da rechtliche Untersuchungen zu Geldwäsche liefen, was den Aktienkurs um 3,3 Prozent fallen ließ. Eine Achterbahnfahrt erlebten Wacker Chemie-Aktien, die letztlich um 2,2 Prozent sanken, trotz eines verbesserten Finanzmittelflusses. Bayer-Aktien konsolidierten nach starkem Jahresbeginn, verloren 2,9 Prozent, bleiben jedoch der Spitzenreiter im Dax-Jahreslauf.

