Uneinigkeit über Besteuerungsgerechtigkeit zwischen CDU und SPD
In einer hitzigen Debatte des Talkformats „Markus Lanz“ prallten die Meinungen zweier prominenter Politiker aufeinander, als es um die Frage der Besteuerung von hohen Einkommen ging. Bärbel Bas, ehemalige Bundestagspräsidentin und Vertreterin der SPD, äußerte, dass sich die kommende Regierungskoalition unweigerlich mit der Frage einer stärkeren Besteuerung von hohen Einkommen auseinandersetzen müsse.
Angesichts wachsender Unsicherheiten sei es notwendig, im Falle des Falles auf jene mit mehr finanziellen Mitteln zuzugreifen. Demgegenüber verkündete Jens Spahn, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, entschieden, dass eine Einführung der Vermögensteuer unter Beteiligung der CDU/CSU ausgeschlossen sei.
Er betonte nachdrücklich, dass solche Maßnahmen weder heute, in naher Zukunft noch in den kommenden Jahrzehnten zur Debatte stünden. Bas konterte gelassen mit den Worten: „Wir werden sehen.“
Spahn rückte zudem auf die Wichtigkeit einer Einkommenssteuersenkung für kleine und mittlere Einkommensgruppen ab und machte den Vorschlag eines klar definierten Fahrplans. Ein wirtschaftlicher Aufschwung solle dabei durch einen Schub von Investitionen und günstigere Energiepreise angestrebt werden, welcher letztlich die Grundlage für eine solche Steuerentlastung darstellen solle.

