Uneinheitliche Entwicklung an den US-Börsen: Dow gewinnt, Tech-Werte schwächeln
Die US-Aktienindizes präsentierten sich am Donnerstag mit gemischten Gefühlen. Während der Dow Jones Industrial in den frühen Handelsstunden einen leichten Anstieg verzeichnete, gaben die übrigen Börsenbarometer leicht nach. Ein bunter Strauß an Nachrichten liegt den Entwicklungen zugrunde: Von Teilerfolgen im Handelsstreit zwischen den USA und China über die neuen Ankündigungen zur US-Leitzinspolitik bis hin zu frischen Unternehmenszahlen globaler Tech-Giganten.
Der Dow kletterte im Eröffnungsgeschäft um 0,4 Prozent auf 47.818 Punkte, nachdem er tags zuvor eine historische Marke von 48.000 Punkten überschritten hatte. Im Gegensatz dazu verzeichnete der S&P 500 einen Rückgang von 0,3 Prozent auf 6.873 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0,5 Prozent auf 25.995 Punkte fiel. Diese Indizes zusammen mit dem breit gefassten Nasdaq Composite hatten in der vorherigen Handelssitzung ebenfalls neue Höchststände erreicht, mit dem Dow als Spitzenreiter der lang andauernden Rallye.
Einen gewissen positiven Impuls verlieh das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, das einige Teilerfolge hervorbrachte. So sind Hindernisse durch chinesische Exportkontrollen bei seltenen Erden vorerst beseitigt, wie Trump bekanntgab. Zudem sollen die Zölle auf bestimmte chinesische Produkte, die aufgrund der Fentanyl-Krise eingeführt wurden, um 10 Prozentpunkte reduziert werden.
Auf der anderen Seite beeinflussten Aussagen des Notenbank-Chefs Jerome Powell die Marktstimmung. Er dämpfte die Erwartungen auf eine weitere Zinssenkung im Dezember und erklärte, dass eine solche Maßnahme alles andere als sicher sei. Analysten waren indes von einer weiteren Lockerung der Geldpolitik bis zum Jahresende ausgegangen, was nun in Frage steht.

