UN-Weltgericht fordert mehr Schutzmaßnahmen für Palästinenser im Gazastreifen
Das UN-Weltgericht hat entschieden: Israel muss bei seinen militärischen Aktionen im Gazastreifen mehr Schutzmaßnahmen für die palästinensische Zivilbevölkerung ergreifen. Dieser Entscheid wurde vom Außenminister der palästinensischen Autonomiebehörde, Riad Malki, begrüßt. Er betonte, dass die Richter des Internationalen Gerichtshofs ihre Entscheidung basierend auf Fakten und Gesetzen getroffen haben und somit im Sinne der Humanität und des internationalen Rechts handeln. Nun sind alle Staaten, einschließlich Israel, aufgefordert, das Urteil umzusetzen.
Das höchste Gericht der Vereinten Nationen stellte fest, dass eine Gefahr von Völkermord im Gazastreifen besteht. Obwohl Israel nicht sofort zu einem Stopp der militärischen Handlungen aufgefordert wurde, muss das Land nun Schutzmaßnahmen ergreifen und auch humanitäre Hilfe zulassen, wie von den Richtern festgestellt wurde. Der Eilantrag Südafrikas, der eine umgehende Einstellung der israelischen Militäroperationen gefordert hatte, wurde jedoch nur teilweise erfüllt.
Der Gaza-Krieg wurde durch das brutale Massaker der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel ausgelöst. Aufgrund der zahlreichen Opfer und des großen Leids der Zivilbevölkerung steht Israel international stark in der Kritik. (eulerpool-AFX)

