Ukrainischer Präsident signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Putin
In einem bemerkenswerten Schritt signalisiert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Bereitschaft, mit Kremlchef Wladimir Putin über kritische Fragen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs zu verhandeln. Laut Außenminister Andrij Sybiha bleibt die Lösung sensibler Themen, die die Friedensgespräche bestimmen, noch ungelöst. In einem Interview mit der 'Jewropejska Prawda' betont Sybiha, dass es um territoriale Angelegenheiten und das unter russischer Kontrolle stehende Atomkraftwerk Saporischschja gehe, die einer Klärung bedürfen.
Russland fordert für die Einstellung der Kämpfe territoriale Zugeständnisse von der Ukraine, insbesondere den Rückzug ukrainischer Truppen aus den Gebieten Donezk und Luhansk. Das strategisch bedeutende Atomkraftwerk Saporischschja, das als das größte in Europa gilt, steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle.
Selenskyj hat in der Vergangenheit wiederholt ein Treffen mit Putin gefordert, allerdings stieß sein Ansinnen in Moskau auf wenig Entgegenkommen. In einem neuen Vermittlungsversuch trafen Vertreter der Ukraine und Russlands am vergangenen Wochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufeinander, unterstützt von US-amerikanischen Diplomaten. Die hochrangigen Verhandlungen sollen bereits am kommenden Sonntag in Abu Dhabi fortgesetzt werden, was ein kleines Hoffnungszeichen für den stockenden Friedensprozess darstellt.

