Ukraine plant strategischen Export zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass die Ukraine ab dem nächsten Jahr mit kontrollierten Waffenexporten beginnen wird, um die Finanzierung des eigenen Rüstungsbedarfs im Abwehrkampf gegen die russische Invasion sicherzustellen. In einer aktuellen Videobotschaft betonte Selenskyj, dass durch diese Exporte insbesondere die Produktion von Drohnen für die vorderste Front gesteigert werden solle.
Der Hintergrund dieser Ankündigung liegt darin, dass die nationale Produktion bei bestimmten Waffenarten bereits den Eigenbedarf übertrifft. So merkte Selenskyj beispielsweise an, dass es bei Seedrohnen, denen weltweit große Bedeutung beigemessen wird, ein Produktionsüberangebot gäbe. Auch für Panzerabwehrwaffen und weitere Waffentypen sei dies der Fall.
Trotz dieser Exportpläne bleibe die Belieferung der Front und der Ausbau der eigenen Arsenale oberste Priorität. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll ein detailliertes Exportkonzept entwickelt werden. Vorrangig werde der Export in Kooperation mit den USA vorangetrieben, gefolgt von den europäischen Partnern und anderen Nationen, die sich für ukrainische Waffen interessieren und Kiew in der Vergangenheit unterstützt haben.
Selenskyj machte deutlich, dass es keine Exportlieferungen an Staaten geben werde, die sich in der Vergangenheit gleichgültig gegenüber der Ukraine verhalten haben. Zudem wird sichergestellt, dass ukrainische Technologien nicht nach Russland oder an dessen Verbündete gelangen.
Die Ukraine setzt seit mehr als dreieinhalb Jahren auf die Unterstützung westlicher Partner im Kampf gegen die russische Aggression. Angesichts fortwährender russischer Luftangriffe ist Kiew bestrebt, neue Rüstungskooperationen mit sicheren ausländischen Partnern einzugehen, was die Akquise neuer Finanzmittel unabdingbar macht.

