Überraschender Aufschwung: Deutsche Exporte legen im Jahresendspurt zu
Dank eines unerwartet starken Dezembers 2025 konnten die deutschen Exporte wieder zulegen – das erste Wachstum seit zwei Jahren. Der Gesamtwert der exportierten Waren "Made in Germany" betrug im vergangenen Jahr 1.569,6 Milliarden Euro, was ein kalender- und saisonbereinigtes Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Diese Erholung überrascht, da die Prognosen im Januar noch von einem Rückgang ausgingen.
Besonders erfreulich war die Entwicklung im Dezember, in dem die Ausfuhren um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat anstiegen und einen Wert von über 133 Milliarden Euro erreichten. Trotz anhaltender Handelsstreitigkeiten mit den USA verzeichneten die Exporte in die Vereinigten Staaten ein Wachstum von knapp neun Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Noch dynamischer entwickelte sich der Handel mit China, der um fast 11 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zulegte. Auch die Geschäfte mit EU-Staaten erholten sich, was sich in einem Plus von 3,1 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro widerspiegelte.
Neben den Exporten legten die Importe im Jahr 2025 um 4,4 Prozent zu, was zu einem Gesamtwert von 1.366,9 Milliarden Euro führte. Daraus resultierte ein Exportüberschuss von etwa 200 Milliarden Euro. Diese positive Exportentwicklung lässt auf eine wirtschaftliche Erholung hoffen, zumal die deutsche Wirtschaft mit einem Miniwachstum von 0,2 Prozent gerade noch einem dritten Jahr ohne Wachstum entkam. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. Die Relevanz der Exportwirtschaft zeigt sich auch in der Beschäftigungsbilanz: Laut Statistischem Bundesamt hängt fast jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland vom Export ab.

