Überraschende Inflationsdaten in den USA beflügeln europäische Märkte
Nachrichten aus den USA sorgten für positive Impulse an den europäischen Börsen. Die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten verzeichnete im November einen unerwarteten Rückgang auf unter drei Prozent. Dieser Umstand belebt die Spekulationen über mögliche Zinssenkungen durch die US-Notenbank und ließ den EuroStoxx 50 kräftig um gut ein Prozent auf 5.741,71 Punkte ansteigen. Währenddessen blieb die Reaktion auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins stabil zu halten, verhalten, da diese Entscheidung von den meisten Marktteilnehmern bereits erwartet wurde.
Trotz der positiven Marktentwicklung gibt es jedoch auch Unsicherheiten. Der teilweise Stillstand der US-Regierungsgeschäfte im Herbst hatte zur Folge, dass in diesem Zeitraum verschiedene Wirtschaftsdaten nur unzureichend erhoben werden konnten, was die Bewertung der aktuellen Inflationsdaten erschwert. Dennoch gehen Investoren mit Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung in das Jahr 2026, unterstützt durch die in der Eurozone vorherrschenden niedrigen Zinsen.
Auch andere europäische Indizes erhielten Auftrieb. Der britische FTSE 100 kletterte um 0,7 Prozent auf 9.837,77 Punkte, nachdem die Bank of England den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent gesenkt hatte – eine Entscheidung, die allerdings mit einer äußerst knappen Mehrheit bestätigt wurde. Der SMI der Schweiz verzeichnete ebenfalls Zugewinne und stieg um 0,8 Prozent auf 13.136,08 Punkte.

