UBS überrascht mit soliden Zahlen und voranschreitender Integration der Credit Suisse
Die schweizerische Großbank UBS hat im ersten Quartal weniger verdient als im Vorjahr, jedoch fiel der Rückgang weniger drastisch aus als von Analysten erwartet. Ein Highlight in diesem Zeitrahmen ist der fortwährende Fortschritt bei der Integration der vor zwei Jahren akquirierten Credit Suisse.
Im Detail präsentierte die UBS für die ersten drei Monate einen Vorsteuergewinn von 2,13 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet etwa 1,88 Milliarden Euro entspricht. Dies markiert einen Rückgang von 10 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Nach Bereinigung belief sich der Vorsteuergewinn auf 2,59 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 1,2 Prozent. Der Nettogewinn betrug 1,69 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 3,6 Prozent entspricht.
Die Erträge sanken um 1,4 Prozent auf 12,56 Milliarden US-Dollar, während die Ausgaben bei 10,32 Milliarden US-Dollar verhältnismäßig stabil blieben. Dies führte zu einem Anstieg des Kosten-Ertrags-Verhältnisses auf 82,2 Prozent. Seit Beginn der Restrukturierung verzeichnet die Bank Kosteneinsparungen von insgesamt 8,4 Milliarden US-Dollar, wobei bis zum Jahr 2026 Einsparungen von weiteren 13 Milliarden US-Dollar angepeilt werden.
Im Bereich der globalen Vermögensverwaltung konnte die Bank 32 Milliarden US-Dollar an Nettoneugeldzuflüssen verzeichnen, ein Zeichen dafür, dass das Kerngeschäft floriert. Zum Ende des ersten Quartals verwaltete die UBS ein Vermögen von 6,15 Billionen US-Dollar.
Während das globale Vermögensmanagement und die Investmentbank im Vorsteuergewinn besser abschnitten, zeigte sich das Privat- und Firmenkundengeschäft in der Schweiz abgeschwächt. Dies ist teilweise den zurückgegangenen Zinserträgen zuzuschreiben.
UBS-Chef Sergio Ermotti äußerte sich optimistisch über die künftigen Fortschritte, zeigte sich jedoch vorsichtig angesichts der zunehmenden Marktunsicherheiten. Die ersten Wochen im April waren von rasanten globalen Zollveränderungen geprägt, was zu erheblicher Marktvolatilität führte. Die Aussicht auf höhere Zölle birgt Risiken für Wachstum und Inflation, und die Märkte werden wohl weiter empfindlich auf neue Entwicklungen reagieren.

