UBS bewertet Intel-Aktien neutral trotz potenzieller US-Beteiligung
Die Finanzwelt blickt aufmerksam auf den US-amerikanischen Chiphersteller Intel. Die Schweizer Großbank UBS hat die Aktie des Technologieriesen mit einem „Neutral“-Rating bestätigt und ein Kursziel von 25 US-Dollar ausgerufen.
Hintergrund dieser Bewertung sind Überlegungen, ob die USA über den sogenannten Chips Act eine zehnprozentige Beteiligung an Intel eingehen könnten. Konkret könnte eine Umwandlung von staatlichen Zuschüssen in Eigenkapital zur Diskussion stehen.
Diese Entwicklung wurde von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise aufgedeckt. Doch die Details eines solchen Vorhabens bleiben bisher vage.
Analyst Timothy Arcuri von UBS zeigt sich zurückhaltend und weist darauf hin, dass die Aussichten dieses potenziellen Einstiegs noch nicht vollständig verstanden wurden. Er äußert Bedenken bezüglich der Reaktion der aktuellen Aktionäre, die eine Verwässerung ihrer Anteile mit Sorge betrachten könnten.
Solche Bedenken sind nicht unbegründet, schaut man auf frühere Präzedenzfälle, wie den kürzlichen Einstieg des US-Verteidigungsministeriums beim Seltene-Erden-Unternehmen MP Materials. Diese Entwicklungen werfen ein neues Licht auf die Politik der US-Regierung in Bezug auf strategische Industriebeteiligungen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Unternehmen wie Intel mit sich bringen könnten.

