Ubisoft-Aktionär plant Protest wegen undurchsichtiger Übernahmegespräche
Ein Minderheitsaktionär von Ubisoft, Juraj Krúpa, plant einen Protest vor dem Pariser Hauptquartier des Unternehmens. Das berichtet IGN.
Er wirft der Geschäftsführung vor, Informationen über angebliche Gespräche mit Microsoft, EA und anderen Publishern, die an einer Übernahme von Ubisoft-Franchises interessiert sind, nicht offengelegt zu haben. Krúpa fordert von der Führung einen klaren Sanierungsplan, um die sinkende Aktienbewertung und die mangelhafte Geschäftsentwicklung zu adressieren.
Krúpa kritisiert Ubisoft zudem für mangelnde Transparenz, insbesondere in Bezug auf Partnerschaften wie die mit der saudischen Savvy Group: Ubisoft habe Informationen zurückgehalten, darunter auch Details zu einem möglichen Verkauf von IPs an Microsoft und EA, die in einem Artikel der Plattform MergerMarket angesprochen wurden.
Das Unternehmen erklärte, dass es eine Prüfung verschiedener strategischer Optionen durchführe und dabei den besten Wert für die Aktionäre erzielen wolle. Ubisoft werde den Markt informieren, wenn konkrete Ergebnisse vorlägen. Die Gespräche über eine mögliche Privatisierung durch die Guillemot-Familie und Tencent wurden bereits zuvor thematisiert, allerdings ohne konkrete Fortschritte.
Im Mai soll der Protest stattfinden. Krúpa betont, dass die Aktionäre ein Unternehmen verdienen, das den Wert maximiert und transparent handelt. Sollte Ubisoft die Forderungen erfüllen und den Unternehmenswert steigern, werde der Protest abgesagt. Andernfalls behält sich AJ Investments rechtliche Schritte vor.

