Überraschungen am Wiener Börsenmarkt: Leichte Verluste trotz jüngster Gewinne
Der Wiener Aktienmarkt konnte seinen vorherigen Schwung am Freitag nicht beibehalten. Kurz vor Handelsende erlebte der österreichische Leitindex ATX einen Rückgang um 0,49 Prozent und schloss bei 4.483,18 Punkten ab.
Auch der umfassendere ATX Prime zeigte eine ähnliche Entwicklung und endete die Woche bei 2.255,81 Punkten, was einem Verlust von 0,47 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Dieser Abwärtstrend fand sich ebenfalls an den führenden europäischen Börsen wieder.
Während zuletzt Hoffnung auf eine positive Wende im Zollkonflikt mit den USA bestand, sorgten jüngste Entwicklungen für Unsicherheit. US-Präsident Donald Trump verhängte Zölle von 35 Prozent auf kanadische Importe und drohte der EU mit pauschalen Zöllen zwischen 15 und 20 Prozent. Andreas Lipkow, Marktexperte, warnte vor den Konsequenzen dieser kompromisslosen Außenhandelspolitik.
Zum Wochenende wollte niemand unvorbereitet getroffen werden. Im ATX verzeichnete die Raiffeisen Bank den größten Rückschlag mit einem Minus von 2,7 Prozent. Die Erste Group musste ein Minus von einem Prozent hinnehmen, während die Aktien der Bawag um 0,46 Prozent zulegten.
Der Faserhersteller Lenzing und der Leiterplattenproduzent AT&S, ebenso wie der Ziegelproduzent Wienerberger, schlossen alle mit mehr als zwei Prozent Verlust ab. Positive Ausnahmen bildeten das Cateringunternehmen DO&CO mit einem Zuwachs von 1,12 Prozent sowie die Energieversorger EVN und Verbund mit Zugewinnen von 1,07 Prozent und 0,93 Prozent jeweils.
Aber auch die Uniqa-Versicherungsgruppe meldete einen Anstieg um 1,05 Prozent. Analysten der Berenberg Bank haben ihre Kursprognose für die Palfinger-Aktien von 32,0 auf 45,0 Euro angehoben, mit einer weiterhin positiven Kaufempfehlung.
Analyst Lasse Stueben sieht Vorteile durch das deutsche Infrastrukturpaket für den Kranhersteller, was den Palfinger-Titeln zu einem Anstieg um 2,33 Prozent auf 39,45 Euro verhalf.

