Turbo-Einbürgerung auf dem Prüfstand: Politische Debatte um Reform-Rücknahme
Der Bundestag steht heute vor einer wegweisenden Entscheidung über die Zukunft der sogenannten "Turbo-Einbürgerung". Vertreter der Grünen und Linken äußern heftige Kritik an der geplanten Abschaffung dieser Regel, die es besonders gut integrierten Ausländern ermöglicht, bereits nach drei Jahren den deutschen Pass zu beantragen.
Grünen-Chef Felix Banaszak betonte gegenüber web.de news, dass das Vorhaben der aktuellen Schwarz-Roten Regierung ein "Rückwärtsgang" sei und gerade in der gegenwärtigen Lage ein falsches Signal sende. Die einst von der Ampel-Koalition durchgesetzte Reform habe Deutschland nicht nur moderner und gerechter gemacht, sondern auch Türen geöffnet für all jene, die sich herausragend um ihre Integration bemüht hätten, so Banaszak weiter.
Auch die Linksfraktion zeigt sich alarmiert. Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Linken, kritisiert das Fehlen einer Übergangsregelung für Antragsteller, die auf eine erleichterte Einbürgerung hoffen. Diese könnten nun aufgrund der langwierigen Bearbeitungszeiten im Einbürgerungsverfahren in eine Wartefalle geraten.

