Tui trotzt Herausforderungen und peilt Gewinnsteigerung an
Trotz der Erschwernisse durch die sommerlichen Hitzeperioden am Mittelmeer und den anhaltenden Nahost-Konflikt zieht der Reisekonzern Tui eine positive Bilanz für die vergangene Saison. Zwar musste das Unternehmen bei Pauschalreisen einen leichten Rückgang von zwei Prozent verzeichnen, doch stieg der durchschnittliche Betrag, den Kunden auszugeben bereit waren, was Konzernchef Sebastian Ebel optimistisch in Hinblick auf die Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2024/25 stimmt.
Am deutschen Markt fiel die Buchungszahl zwar um fünf Prozent, doch insbesondere das anlaufende Wintergeschäft sorgt für Zuversicht. Analyst Richard Clarke von Bernstein Research weist darauf hin, dass der Beginn des Wintergeschäfts vielversprechend aussieht, was angesichts der jüngsten Prognosen von Mitbewerbern wie Jet2 als positive Nachricht gewertet wird. Derzeit rechnet Tui mit einem Anstieg der Buchungen um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die Preise durchschnittlich um drei Prozent gestiegen sind.
Besonders populär sind derzeit Reisen zu den Kanaren, nach Ägypten sowie auf das spanische Festland und die Kapverden. Während das Sommergeschäft mit 14,1 Millionen Buchungen lebhaft blieb und besonders Ziele wie Griechenland, die Türkei und die Balearen hervorhob, zeigt sich ein bemerkenswertes Wachstum bei preisbewussten Reisenden in Ägypten. Auch bei Fernreisen bleiben Regionen wie Mexiko und die Dominikanische Republik gefragt.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Tui eine Steigerung des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) um 9 bis 11 Prozent, nachdem im Vorjahr ein Wert von knapp 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen ein durchschnittliches Ertragswachstum von 7 bis 10 Prozent.

