Tui-Aktien steigen dank positiver Buchungssignale
Anleger beobachteten am Dienstag erfreut den Kursanstieg der Tui-Aktien, welche von den optimistischen Buchungssignalen des Tourismuskonzerns profitierten und einen Zuwachs von 2,5 Prozent auf 8,13 Euro verzeichneten. Damit überschritt der Kurs erneut die 8-Euro-Schwelle. Gleichzeitig stellte die 50-Tage-Linie bei 8,23 Euro eine technische Barriere dar, und die Marke vom Vorwochenhoch bei 8,34 Euro wurde nicht erreicht.
Analysten äußerten sich besonders positiv über die Buchungslage für die anstehende Wintersaison. So hob Karan Puri von JPMorgan die ermutigenden Buchungstrends hervor. Richard Clarke von Bernstein Research zeigte sich ebenfalls zufrieden über den guten Auftakt in die neue Saison, umrahmt von einer kürzlichen Gewinnwarnung des britischen Wettbewerbers Jet2.
Tui berichtete, dass die Winterbuchungen ein Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, obwohl die Sommersaison leicht rückläufig war. Die gestiegenen Preise seien laut Aarin Chiekrie von Hargreaves Lansdown ein Zeichen dafür, dass Verbraucher weiterhin viel Wert auf Reisen legen.
Der Konzern sieht sich auf einem guten Weg, um die im August angehobene operative Gewinnprognose zu erfüllen. Chiekrie teilt diesen Optimismus auch für die Zukunft und betont, dass unter stabilen konjunkturellen Bedingungen ein mittelfristiger Anstieg der Ergebnisse um 7 bis 10 Prozent realistisch sei.
Eine verbesserte Bilanz könnte dem Tourismusgiganten zudem helfen, seine Expansionspläne umzusetzen und möglicherweise die Ausschüttung von Dividenden wieder aufnehmen. Experten wie Cristian Nedelcu von der UBS erwarten im Dezember Informationen zur Dividende, sofern der Mittelzufluss stimmt.
Die Partnerschaft mit dem Oman, die vergangene Woche angekündigt wurde, stieß weiterhin auf positive Resonanz bei den Analysten. Diese Neuigkeit trug am Donnerstag zuletzt dazu bei, den Aktienkurs vorübergehend bis auf 8,34 Euro zu treiben. Oliver Wojahn von MWB Research lobte die strategische Nutzung von Ressourcen seitens Tui, ohne größere Investitionen tätigen zu müssen.

