Tsunami-Warnung in Japan: Verkehrschaos und Urlaubsstrände verwaist
Ein schweres Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka hat in Japan eine Tsunami-Warnung ausgelöst und sorgt für erhebliche Beeinträchtigungen. Besonders betroffen ist die Verkehrsinfrastruktur, da strategisch wichtige Verbindungen wie der Straßen-, Bahn- und Flugverkehr teilweise zum Erliegen gekommen sind.
Die renommierte Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, dass diverse Fabriken gezwungen waren, den Betrieb vorübergehend einzustellen. In Tokio sowie in den umliegenden Regionen wurde der Zugverkehr auf den essenziellen Linien wie der Tokaido- und Yokosuka-Linie komplett eingestellt. Diese Linien verknüpfen die Hauptstadt mit nahegelegenen Städten, was den Reiseverkehr erheblich erschwert.
Auf der nördlicher gelegenen Insel Hokkaido kam es zu Schließungen von Bahnhöfen, besonders in der bei ausländischen Touristen beliebten Stadt Hakodate. Die Evakuierung von Fahrgästen und Personal aus küstennahen Bahnhöfen wurde vorsorglich vorgenommen.
Währenddessen gibt es erfreuliche Nachrichten für Reisende: Laut den Bahngesellschaften läuft der Betrieb des Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszuges bislang störungsfrei. Dennoch alarmierten die Behörden die Bevölkerung entlang der Pazifikküste, umgehend höhere Lagen aufzusuchen.
Die Strände, die normalerweise Urlauber anziehen, sind derzeit verwaist, und auch zahlreiche 24-Stunden-Supermärkte haben ihre Türen vorübergehend geschlossen.

