TSMC profitiert von KI-Boom und revidiert Umsatzprognose nach oben
Der taiwanische Halbleitergigant TSMC zeigt sich optimistisch hinsichtlich seiner Umsatzaussichten bis 2025, nicht zuletzt aufgrund der globalen Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz. Konzernchef C.C. Wei revidierte die Umsatzprognose auf ein Wachstum im mittleren 30-Prozent-Bereich, was über der anfänglichen Erwartung von etwa 30 Prozent liegt. Zugleich dürften die geplanten Investitionen die obere Hälfte der gesteckten Spanne von 40 bis 42 Milliarden US-Dollar erreichen.
Im abgelaufenen dritten Quartal verbuchte TSMC einen Umsatz von 33 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn erhöhte sich dabei auf 452 Milliarden Taiwan-Dollar, was einer Steigerung von 39 Prozent entspricht und die Prognosen der Analysten übertraf.
Treiber des Erfolgs ist die starke Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren, wie sie in den Grafikchips von Nvidia eingesetzt werden und für KI-Anwendungen stark gefragt sind. TSMC, als führender Auftragsfertiger für Apple und Nvidia, profitiert entscheidend von der KI-Investitionswelle.
Allerdings gibt es auch Unsicherheiten, die auf die Halbleiterbranche zukommen könnten. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, verschärft durch den Druck seitens Washington, mehr Halbleiterproduktion im Inland anzusiedeln, sowie geopolitische Spannungen um Taiwan, werfen einen Schatten auf die Zukunft. TSMC begegnet diesen Herausforderungen durch den Aufbau neuer Produktionsstätten in den USA, Japan und Deutschland. Laut C.C. Wei schreiten die Bauarbeiten in Dresden planmäßig voran.
An der Börse sorgte der positive Ausblick für weiteren Auftrieb. Die Aktie von TSMC stieg um bis zu zwei Prozent auf einen Rekordwert von 1.495 Taiwan-Dollar, während der Börsenwert des Unternehmens auf knapp 1,1 Billionen Euro kletterte. Seit Jahresbeginn verzeichnete die Aktie ein Plus von fast 40 Prozent, nach einem Anstieg von über 80 Prozent im Vorjahr.

