Tschechische Solidarität: Prag steht fest an Polens Seite
Der tschechische Regierungschef Petr Fiala hat deutlich seine Unterstützung für Polen demonstriert, nachdem mehrere Drohnen im polnischen Luftraum abgeschossen wurden. Fiala erklärte, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Bedrohung für ganz Europa darstelle und gezielt die Belastbarkeit des Kontinents teste. Als liberalkonservativer Führer betonte er in einem sozialen Netzwerk: "Unsere Loyalität gilt dem Verbündeten Polen, das an vorderster Front steht."
Der nächtliche Vorfall mit den Drohnen sei ein Beweis für die Notwendigkeit, die Verteidigungsbereitschaft der Nato zu prüfen, so Fiala weiter. Angesichts der derzeitigen Lage sei es schwer vorstellbar, dass solche Ereignisse lediglich zufällig geschehen.
Der tschechische Außenminister Jan Lipavsky sprach sich außerdem für entschiedene Maßnahmen aus. Seiner Ansicht nach müsse die Nato unverzüglich ihre Luftverteidigungsmöglichkeiten an der Ostflanke stärken. "Ohne die strengsten Sanktionen wird Putin kein Ende finden," betonte Lipavsky eindringlich.
Tschechien ist seit 1999 Nato-Mitglied und gilt, ebenso wie Polen, als starker Unterstützer der Ukraine im Konflikt mit Russland. Prag hat eine zentrale Rolle in einer Munitionsinitiative übernommen und bis heute über 1,1 Millionen großkalibrige Munitionseinheiten an die Ukraine geliefert.

