Lage im Überblick

Trumps «letzte Warnung» - USA bestätigen Gespräche mit Hamas

06. März 2025, 06:02 Uhr · Quelle: dpa
Trump setzt der Hamas ein Ultimatum. Kurz zuvor bestätigt die US-Regierung direkte Gespräche mit den Islamisten, die sie als terroristisch einstuft - ein Bruch mit der Politik früherer Regierungen.

Washington/Tel Aviv (dpa) - Mit einer ultimativen «letzten Warnung» versucht US-Präsident Donald Trump, den Druck auf die islamistische Hamas weiter zu erhöhen. Die Hamas müsse sofort alle israelischen Geiseln im Gazastreifen freilassen und auch alle Leichen der ermordeten Israelis übergeben, «oder es ist vorbei für Euch», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zugleich bestätigte die US-Regierung direkte Gespräche mit der Hamas über die Geiseln. Frühere US-Regierungen hatten direkte Gespräche mit Organisationen, die sie als terroristisch einstuften, offiziell stets vermieden. 

Bisher konnten sich Israel und die Hamas nicht auf die Konditionen einer Verlängerung der Waffenruhe einigen. Die Islamistenorganisation hat nach israelischen Informationen noch 24 Geiseln und 35 Leichen von Verschleppten in ihrer Gewalt. Fünf von ihnen haben auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft - nur einer von ihnen, ein junger Mann, ist israelischen Angaben zufolge noch am Leben.

Trump: Kein einziges Hamas-Mitglied wird sicher sein

Trump drohte der Hamas auf Truth Social weiter: «Ich schicke Israel alles, was es braucht, um die Sache zu Ende zu bringen. Kein einziges Hamas-Mitglied wird sicher sein, wenn Ihr nicht tut, was ich sage.» Dies sei «die letzte Warnung», erklärte Trump. Für die Hamas-Führung sei nun die Zeit, den Gazastreifen zu verlassen, solange sie noch die Chance habe.

An die Bevölkerung gerichtet, schrieb der US-Präsident: «Eine wunderbare Zukunft erwartet Euch, aber nicht, wenn Ihr Geiseln gefangen haltet. Wenn Ihr das tut, seid Ihr tot.» Die Menschen sollten eine «kluge Entscheidung» treffen und die Geiseln freilassen oder sie würden es später büßen.

Israel weiß über Gespräche der USA mit Hamas Bescheid

Zuvor war Trumps Sprecherin Karoline Leavitt im Weißen Haus gefragt worden, warum die USA entgegen ihrer langjährigen Linie zum ersten Mal direkt mit der Gruppe verhandelten. Sie antwortete, der damit beauftragte Sondergesandte sei befugt, mit jedem zu sprechen. Zuerst hatte das US-Nachrichtenportal «Axios» berichtet. Demnach sprach der US-Sondergesandte für Geiselfragen, Adam Boehler, in den vergangenen Wochen in Katars Hauptstadt Doha mit Mitgliedern der Hamas.

Zuvor hatten Kreise der Hamas der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass direkte Gespräche mit der US-Regierung über amerikanische Geiseln sowie eine mögliche umfassendere Vereinbarung zur Beendigung des Gaza-Kriegs stattfänden. Noch sei keine Einigung erzielt worden, hieß es weiter. 

Leavitt sagte, Israel sei in dieser Angelegenheit konsultiert worden. Zu den Inhalten der Gespräche wollte sie sich nicht äußern. 

Das Büro des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu teilte mit: «Israel hat den Vereinigten Staaten seine Position hinsichtlich direkter Gespräche mit der Hamas mitgeteilt.» Einzelheiten wurden nicht genannt. Die «Jerusalem Post» zitierte eine israelische Quelle, Israel sei von den Gesprächen nicht begeistert. Bislang hatten die USA mit Israel und katarischen sowie ägyptischen Vermittlern verhandelt.

Israel macht Druck: «Die Uhr tickt»

Auch Israel erhöhte den Druck auf die Hamas. Die «Jerusalem Post» zitierte Beamte, dass die derzeitige Situation, in der die Waffenruhe ohne die Freilassung der Geiseln fortgesetzt werde, nicht ewig andauern werde. Eine Quelle sagte der Zeitung: «Die Uhr tickt - wenn es keine Einigung über die Freilassung weiterer Geiseln gibt, wird Israel zu den Kämpfen zurückkehren.»

Israel fordert die Fortsetzung der Waffenruhe im Gegenzug für die Rückgabe der Entführten, so wie es ein Vorschlag des US-Sondergesandten Steve Witkoff vorsieht. Die Hamas pocht hingegen auf die sofortige Aufnahme von Verhandlungen über die zweite Phase der Vereinbarung, die ein Ende des Kriegs und den Abzug von Israels Truppen vorsieht. Die israelischen Geiseln könnten nur auf diese Weise freikommen.

Auslöser des Kriegs war das beispiellose Massaker, das Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober 2023 in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten. Auf israelischer Seite waren dabei mehr als 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. 

Seit Kriegsbeginn wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 48.300 Menschen in Gaza getötet. Die unabhängig nicht überprüfbare Zahl unterscheidet nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten, wird von den UN jedoch als ziemlich glaubwürdig eingestuft.

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06.03.2025 · 06:02 Uhr
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