Trump und Meloni: Europas Draht nach Washington auf unkonventionellen Wegen
Inmitten der bevorstehenden Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus haben viele EU-Beamte Mühe, Kommunikationskanäle zur neuen US-Administration zu öffnen. Anders verhält es sich mit Italiens Premierministerin Giorgia Meloni. Mit einem besonderen Draht zu Trump, der ihr über den milliardenschweren Unternehmer Elon Musk zugutekommt, konnte sie am Wochenende den zukünftigen Präsidenten in Mar-a-Lago persönlich treffen.
Melonis strategische Position könnte sie zur Vermittlerin Europas in den USA machen, allerdings gepaart mit erheblichen Risiken. Die unberechenbare Persönlichkeit von Trump sowie der politische Einfluss Musks, der bekannte Unterstützer rechtsgerichteter Parteien im Vereinigten Königreich und Deutschland ist, werfen Schatten auf diese Rolle. Musks jüngstes Interview mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel auf X wird von der Europäischen Kommission genau beobachtet. In diesem Spannungsfeld muss Meloni äußerst vorsichtig agieren, um keine politischen Brandherde zu entfachen.

