Trump und Lawrow uneins: Friedensverhandlungen oder Waffenstillstand?
Der jüngste diplomatische Schlagabtausch zwischen den USA und Russland dreht sich um die Frage, ob ein schneller Waffenstillstand oder langfristige Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt Priorität haben sollten. Russlands Außenminister Sergej Lawrow kritisierte die neue Forderung des US-Präsidenten Donald Trump nach einem schnellen Ende der Kampfhandlungen als Bruch mit den Vereinbarungen, die während eines Treffens in Alaska getroffen worden waren. Lawrow betonte, dass bei diesem Treffen eine umfassende Friedensvereinbarung als Ziel formuliert wurde, und die jetzige Betonung auf einen raschen Waffenstillstand eine erhebliche Kehrtwende darstelle.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in Alaska die von Trump vorgetragenen Positionen der USA als Grundlage für weitere Gespräche akzeptiert, so Lawrow. Die Aussicht auf eine dauerhafte Friedenslösung, im Gegensatz zu einer temporären Waffenruhe, sei das zentrale Anliegen gewesen. Für die Kehrtwende Trumps machte Lawrow europäische und ukrainische Einflüsse verantwortlich, wobei Moskau stets eine direkte Waffenruhe ablehnte. Stattdessen bestand Moskau darauf, dass die Waffen nur dann ruhen sollten, wenn ein endgültiger Frieden ausgehandelt sei. Westliche Beobachter unterstellen Russland hierbei, militärischen Druck als Verhandlungsstrategie zu verwenden.
Trump hingegen zeigte sich zunehmend unzufrieden mit dem Kurs der russischen Führung, insbesondere angesichts der fortgesetzten Bombardierung ukrainischer Städte. In einem bemerkenswerten Schritt verhängte Trump erstmals während seiner Amtszeit neue Sanktionen gegen Russland, um den Druck auf Moskau zu erhöhen und einer Verhandlungslösung näherzukommen.

