Trump und die Drohkulisse – Chicago im Visier
US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Unruhe durch seine martialische Bildsprache und angedeutete militärische Aktionen in der Metropole Chicago. Eine Grafik auf seiner Plattform Truth Social, die an den ikonischen Kriegsfilm "Apocalypse Now" erinnert, suggeriert mögliche militärische Interventionen und hat hitzige Reaktionen unter führenden Politikern hervorgerufen.
Trump hatte bereits zuvor Maßnahmen angesichts vermeintlich steigender Kriminalitätsraten angekündigt, ohne jedoch konkrete Pläne zur Mobilisierung der Nationalgarde oder sonstige Details offenzulegen. Die Spannungen zwischen der Trump-Regierung und den demokratischen Führungspersönlichkeiten erreichen damit einen neuen Höhepunkt.
Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, verurteilt die Haltung des Präsidenten scharf und wirft ihm diktatorische Ambitionen vor. Auch Chicagos Bürgermeister Brandon Johnson fordert, die demokratischen Werte seiner Stadt und das Miteinander zu verteidigen, um Trumps Eingriffe abzuwehren.
Bereits in Städten wie Washington und Los Angeles hatte Trump die Nationalgarde aktiviert, was zu Protesten gegen seine rigorose Migrationspolitik führte. Es bleibt abzuwarten, wohin Trumps nächste Schritte führen, doch die Kritiker melden sich lautstark zu Wort.
Kritik an Trumps Herangehensweise kommt auch aus Maryland. Gouverneur Wes Moore stellt die Effektivität der Nationalgardeeinsätze in Frage und beklagt, dass staatliche Ressourcen teure, aber wenig effiziente Aktionen finanzieren. Er beschreibt die Situation als insgesamt peinlich für die Präsidentschaft.

