Trump und das Davoser Dilemma: Wenn der Finanzmarkt die Show stiehlt
Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zeigte sich, dass Donald Trump nicht nur mit den politischen Größen Europas auf Konfrontationskurs ist, sondern auch mit dem globalen Finanzmarkt in einer überraschenden Pattsituation steht. Der amerikanische Präsident, bekannt für seine provokanten Auftritte, sah sich diesmal von einem unerwarteten Gegner übertrumpft. Der Finanzmarkt brillierte mit einer Vorstellung, die selbst die schillernde Persönlichkeit Trumps in den Schatten stellte. Die Verkaufswelle von US-Dollar, Aktien und Staatsanleihen führte zu einem deutlich spürbaren Druck.
Dieser wirtschaftliche Rückschlag ist nicht das, was Trumps Wählerschaft erwartet hatte. Dennoch hat er in der Vergangenheit bewiesen, flexibel auf ein solches Unwetter zu reagieren und gegebenenfalls seine Strategie zu ändern. In Davos präsentierte er sich bereit, von seiner sonst rigorosen Haltung abzurücken, und zeigte eine seltene Form der Bescheidenheit. Sein Appell nach einem "Stück Eis" wirkte eher wie der Wunsch eines unzufriedenen Kindes als der eines resoluten Staatsmanns. Sollte er dieses Zugeständnis nicht erhalten, versprach er, es "niemals zu vergessen". Eine Bemerkung, die bei Beobachtern für Erstaunen sorgte und wenig von der gewohnten Entschlossenheit des US-Präsidenten zeugte.

