Trump trifft Selenskyj: Wege zu einem möglichen Friedensabkommen
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen in Washington empfangen. Begleitet wird Selenskyj von einer hochrangigen Delegation europäischer Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Sicherheitsgarantien und territorialen Fragen im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Ein bilaterales Treffen zwischen Trump und Selenskyj im Oval Office ist ebenfalls vorgesehen. Hier soll über den potenziellen Verlauf eines weiteren Treffens diskutiert werden, das unter Umständen zwischen Russland und der Ukraine stattfinden könnte.
Trump überraschte mit der Aussage, dass Selenskyj den Krieg nahezu sofort beenden könne, wenn er das wolle. Diese Bemerkung reiht sich in frühere Aussagen ein, in denen der US-Präsident dem ukrainischen Staatschef eine Mitschuld an dem Konflikt zuwies. Selenskyj hingegen betont, dass Russland die Verantwortung für den Beginn der Kampfhandlungen trägt.
Unter den besprochenen Themen sind auch Sicherheitsgarantien, die der Ukraine angeboten werden könnten. Es wird über eine Nato-ähnliche Schutzverpflichtung der USA und europäischer Staaten nachgedacht. Stephen Witkoff, US-Sondergesandter, berichtet, dass Russland diesen Sicherheitsgarantien zugestimmt habe, allerdings bleibt unklar, was Russland im Gegenzug erwartet.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußert Zweifel an den Friedensplänen Russlands und verweist auf seine Skepsis gegenüber einer echten Friedensabsicht Putins. Selenskyj hingegen setzt auf die Koalition der Willigen und fordert Schutzgarantien sowie eine langfristige Anbindung der Ukraine an die EU.

