Trump setzt auf Diplomatie: Keine neuen Zölle gegen Russland
Die US-Regierung verzichtet im Rahmen ihrer Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Kriegs auf zusätzliche Strafzölle gegen Russland. Der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates, Kevin Hasset, erklärte im Gespräch mit dem Sender ABC, dass jegliche neue Maßnahmen die sensiblen laufenden Verhandlungen hemmen könnten. US-Präsident Donald Trump entschied daher, keine weiteren Handelsbarrieren gegen Russland zu errichten und die Themen getrennt zu behandeln.
Es wird betont, dass diese Strategie nicht bedeutet, Russland besonders milde zu behandeln. Der Fokus liegt schlicht auf den Verhandlungen, die ein Ende des Ukraine-Konflikts zum Ziel haben. Trump hatte kürzlich ein umfassendes Zollpaket vorgestellt, das weltweit für Wirbel sorgt, indem es auf viele Nationen, nicht aber auf Russland Anwendung findet. Auf Nachfrage legte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt dar, dass die bereits bestehenden US-Sanktionen den bedeutendsten Handel mit Russland ohnehin einschränken.
Statistiken des United States Census Bureaus belegen, dass der Handel zwischen den USA und Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs bereits stark zurückgegangen ist. Russland hält dennoch bei Importen eine höhere Stellung als die Ukraine. Trotz der relativ geringen Werte von 3 Milliarden US-Dollar für Russland und 1,2 Milliarden Dollar für die Ukraine im Jahr 2024, erhebt das US-Zollpaket 10 Prozent auf Einfuhren aus der Ukraine, während Russland verschont bleibt.
Die Trump-Regierung hat nun Dialoge eingeleitet, um den Konflikt in der Ukraine zu entschärfen. Dabei wird Trump vorgeworfen, seinerseits eher russlandfreundliche Töne anzuschlagen, was ihm den Vorwurf einbringt, die strategische Nähe zu Moskau zu suchen.

