Trump plant Gipfeltreffen mit Selenskyj und Putin: Ein Schritt Richtung Frieden?
US-Präsident Donald Trump bemüht sich um eine Annäherung zwischen den Konfliktparteien im Ukraine-Krieg. Nachdem er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäische Spitzenpolitiker im Weißen Haus empfangen hat, strebt er ein persönliches Treffen von Selenskyj mit Kremlchef Wladimir Putin an. Im Anschluss daran solle ein Dreiergipfel mit ihm selbst folgen, verkündete Trump auf Truth Social. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht das Treffen als möglichen Weg zu einem friedlichen Ausgang, betont jedoch, dass eine Waffenruhe Voraussetzung für eine solche Zusammenkunft sei. Die diplomatischen Gespräche im Weißen Haus, denen neben Selenskyj auch Emmanuel Macron, Keir Starmer und Giorgia Meloni beiwohnten, verliefen laut Merz besser als erwartet. Merz äußerte sich positiv über den Verlauf und sprach von "schicksalhaften Tagen" für Europa und die Ukraine. Eine temporäre Unterbrechung der Gespräche erfolgte, als Trump ein Telefonat mit Putin führte. Währenddessen wird weiterhin Uneinigkeit über die Notwendigkeit einer sofortigen Waffenruhe deutlich: Trump gibt seine Forderung auf, während Merz weiterhin auf einer Feuerpause besteht. Besondere Aufmerksamkeit erregten Diskussionen um Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte betonen die Bedeutung solcher Garantien, wobei konkrete Details bisher fehlen. Die Absicht Trumps, keine US-Truppen in die Ukraine zu entsenden, wurde klar dargelegt. Dennoch bleibt die Rolle Europas in den Sicherheitsfragen umstritten, wie auch die Frage potenzieller Gebietsabtretungen der Ukraine, etwa im Donbass. Im Gegensatz zu vorherigen Treffen verlief das aktuelle Treffen zwischen Trump und Selenskyj freundschaftlich und ohne Zwischenfälle. Trump übte jedoch im Vorfeld Druck auf Selenskyj aus, indem er ihm die Möglichkeit zuschrieb, den Krieg gegen Russland fast sofort zu beenden. Dies sorgte für Spannungen, da die Ukraine nicht bereit ist, territoriale Zugeständnisse zu machen. Dank intensiver diplomatischer Bemühungen plant Trump, sich als Friedensstifter zu profilieren. Sein Interesse an einer Lösung des Konflikts ist offensichtlich, wobei sein Fokus auch auf den wirtschaftlichen Interessen der USA liegt. Für die kommenden Tage sind weitere Gespräche mit der EU und Unterstützern der Ukraine geplant, um die Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen zu vertiefen und einen Weg zu einem langfristigen Frieden zu finden.

