Iran-Krieg

Trump kündigt Überprüfung eines Iran-Plans für Kriegsende an

03. Mai 2026, 04:18 Uhr · Quelle: dpa
US-Präsident Trump
Foto: Matt Rourke/AP/dpa
Trump ist wenig optimistisch, dass ein neuer Iran-Plan umsetzbar sein könnte.
Der Iran hat einen neuen Vorschlag für ein Ende des Kriegs gemacht. Trump will ihn sich ansehen, ist aber wenig optimistisch. Derweil genehmigten die USA Waffenlieferungen an Partner.

Washington/Teheran (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe «noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (...), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat», begründete er seine Prognose. Zugleich warnte Trump, es bestehe weiter die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten. 

Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.

Iranische Forderungen

Wie die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, reichte der Iran eine 14-Punkte-Plan als Antwort auf einen US-Vorschlag ein. Der iranische Vorschlag sei über einen pakistanischen Vermittler übermittelt worden und fordere die «Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons», hieß es weiter. Dort gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel. 

Laut Tasnim werden in dem Vorschlag Garantien gegen militärische Aggressionen und der Abzug von US-Militärstreitkräften aus der Region um den Iran thematisiert. Weiter sollten eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden. Zudem gehe es um die Aufhebung von Sanktionen sowie die Einführung eines «neuen Mechanismus für die Straße von Hormus». Die Meerenge ist für Handelsschiffe derzeit blockiert. 

Trump will iranische Raketenproduktion beseitigen

Auf dem Flughafen in Palm Beach in Florida sagte Trump Reportern, was den Iran betreffe, laufe es für die USA sehr gut. «Sie wollen einen Deal.» Auf die Frage, ob er die restlichen iranischen Raketenproduktionskapazitäten beseitigen wolle, sagte Trump: «Ja, ich würde sie gerne beseitigen.» Ansonsten wäre dies für den Iran ein Anfang, sie wieder aufbauen zu können. 

Trump hatte ebenfalls am Freitag die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte. 

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und arabische Staaten am Golf. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Washington verlangt für ein Kriegsende neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem will Washington dem Iran auch eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen.

Milliardenschwere Waffenlieferungen an Partner im Krieg

Derweil genehmigte das US-Außenministerium milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Per Notfallbeschluss habe Außenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,3 Mrd Euro) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.

Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hieß es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner «derzeit angegriffen werden».

Gregory Meeks, führender Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, wertete den Schritt als Missachtung des Kongresses. Von den aufgeführten Exporten betreffe nur einer Verteidigungsgüter, die sofort exportiert werden könnten. «Die Regierung nutzt den Vorwand einer Notstandserklärung, um Verkäufe durchzusetzen, die keinen dringenden Bezug zu aktuellen Konflikten haben», teilte er mit.

Brüchige Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah

Derweil bleibt die Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah im Libanon brüchig. Das israelische Militär teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, am Samstag seien im Südlibanon zahlreiche terroristische Infrastruktureinrichtungen angegriffen und «Terroristen» eliminiert worden, die in unmittelbarer Nähe von israelischen Soldaten operiert hätten. Bei den Angriffen seien 70 militärische Strukturen der Hisbollah zerstört worden, unter anderem Waffenlager.

Krieg / Konflikte / USA / Iran / Israel / Verteidigung / Außenhandel
03.05.2026 · 04:18 Uhr
[3 Kommentare]
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